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Google Update Februar 2020: Hintergrund und Analyse

Die Turbulenzen in den Google-SERPs gehen weiter. Schon in den ersten Wochen von 2020 wurden die Suchergebnisse durch einige Layout-Änderungen und Algorithmus-Updates durcheinandergewirbelt. Am 7. und 8. Februar wurden Anzeichen für ein neues Google Update beobachtet. Seitdem haben SEOs, Webmaster und Search-Enthusiasten von massiven Änderungen bei Rankings und organischem Traffic berichtet. Im Gegensatz zu anderen kürzlich ausgerollten Google Updates, wurde das Februar Update nicht über den offiziellen Twitter-Kanal von Google angekündigt. Mittlerweile hat Google auch gesagt, dass es sich hierbei nicht um ein Core Update handelt. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Google wieder an den Stellschrauben seines Suchalgorithmus gedreht hat. Hier findet ihr Hintergründe und Analysen zum Februar Update.


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Zusammenfassung: Google Update Februar 2020

Am Sonntag, den 9. Februar 2020 veröffentlichte Barry Schwartz einen Artikel auf Search Engine RoundTable, in dem er von „sehr großen, vielleicht sogar massiven“ Änderungen in den Google-Suchergebnissen berichtete. Doch schon am 7. und 8. Februar fingen SEOs an, von ungewöhnlich großen Traffic-Verlusten und Gewinnen bei ihren Websites zu berichten.

Hier sind einige der Haupt-Takeaways aus Schwartz‘ Bericht und den Leserkommentaren:

  • Das Update wurde durch Google weder offiziell angekündigt noch bestätigt
  • Am 13. Februar sagt Googles Search Liaison Officer Danny Sullivan auf Twitter, dass es sich bei dem Update nicht um ein Core Update handle
  • Das Update betrifft viele Nischen – und Websites mit unterschiedlichem Linkprofil – d. h. es gibt bei den betroffenen Seiten kein klar erkennbares Muster
  • Manche Seiten haben Traffic verloren und schnell wiederbekommen, was eventuell auf Tests hindeutet
  • Es wird spekuliert – obwohl es als unwahrscheinlich gilt, ob die beobachteten Bewegungen mit den Layout-/HTML-Änderungen in den SERPs zusammenhängen
  • Das Update hat (noch) nicht jeden getroffen. Einige Leser kommentieren, dass sie keine Änderungen gesehen haben

Google sagt: Das Februar Update ist kein Core Update

Seit dem Core Update im März 2019 hat Google große Änderungen am Algorithmus über seinen Twitter-Kanal „SearchLiaison“ bekanntgegeben, welcher von Danny Sullivan betreut wird. Im Juni 2019 wurde das Update sogar im Vorfeld des Rollouts angekündigt. Seit der Einführung der neuen Kommunikationspolitik, welche die Transparenz erhöhen und den Spekulationen rund um Google Updates entgegenwirken sollte, hat es trotzdem immer wieder große Bewegungen in den SERPs gegeben, welche darauf hinweisen, dass ein nicht bestätigtes Update ausgerollt wurde. Ein Beispiel war das November 2019 Update, welches nicht vorangekündigt wurde und zu dem Google erst nachträglich Stellung bezog, nachdem sich die SEO Community über große Ranking-Änderungen aufregte:

„Einige haben uns gefragt, ob es ein Update für die Google-Suche in der vergangenen Woche [im November] gab. Wir haben tatsächlich mehrere Aktualisierungen vorgenommen, so wie wir dies regelmäßig tun.“ – Google kommentiert nach dem November Update.

 

Die Ranking-Änderungen, die im Februar 2020 beobachtet wurden, wurden auch nicht durch Google vorangekündigt. Erst nach einen Tagen Diskussion im Netz, gab es eine offizielle Stellungnahme durch Google. Danny Sullivan reagierte auf einen Tweet, indem er klarstellte, dass dies kein Core Update sei: „Wir machen die ganze Zeit Updates“, so Sullivan.

Die nachträgliche Bestätigung durch Google im November 2019 erwähnte auch kein spezifisches Core Update, sondern wies auf „mehrere Aktualisierungen“ hin. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass Google gerne die großen Änderungen bestätigt, die als Core Updates gelten, aber weiterhin am Suchalgorithmus experimentiert, was mal zu größeren, mal zu kleinen Änderungen in den Suchergebnissen führen kann. Das unbestätigte Update im Februar 2020 ist womöglich das Resultat solcher Experimente.

SERP-Turbulenzen im Q1 2020 – Layout-Änderungen, Featured Snippets und Core Updates

Nach dem BERT Update im Herbst 2019, welches als größte Änderung an Googles Suchalgorithmus der letzten fünf Jahre gefeiert wurde, lässt Google die Suchergebnisse auch dieses Jahr nicht in Ruhe. Im Gegenteil. Schon nach wenigen Wochen des Jahres 2020 hat es einige Änderungen in den Google-SERPs gegeben – die sowohl die Evaluierung und Ranking von Websites als auch die Darstellung der gerankten URLs betreffen. Hier folgt eine Zusammenfassung der bisher wichtigsten Ursachen der SERP-Turbulenzen im Jahr 2020:

13. Januar – January 2020 Core Update

Google setzte seine Tradition fort, die 2019 eingeführt wurde, große Änderungen am Kernalgorithmus über Twitter bekanntzugeben. Dem Rollout des January 2020 Core Update folgten die üblichen Diskussionen in der SEO Community. Viele berichteten von großen Aufschwüngen oder Abfällen ihres organischen Traffics. Es herrschte kein Konsens bezüglich der genauen Auswirkungen des Updates. Bewegungen wurden insbesondere im Gesundheitsbereich (was häufig nach Core Updates der Fall ist) sowie für Wörterbuch-Websites beobachtet.

13. Januar – Layout-Änderungen und Favicons

Am selben Tag des January Core Update gab Google bekannt, dass das SERP-Layout für die Desktop-Version der Suchergebnisse angepasst wurde. Die Favicons der Websites wurden in den Snippets integriert und die Breadcrumbs (nicht wie früher die URL) standen nun über der Meta-Beschreibung.

 

Diese scheinbar kleinen Anpassungen bei der Snippet-Darstellung ließen die Suchergebnisse doch sehr anders wirken. Gleichzeitig wurde die Darstellung der bezahlten AdWords-Ergebnisse geändert, die nun mit dem gefetteten Wort „Anzeige“ vor der URL gekennzeichnet wurden.

23. Januar – Entfernung von Doppel-Listings für Featured Snippet-Ergebnisse

Im Januar gab es noch weitere Änderungen. Danny Sullivan twitterte, dass URLs, die auf „Position Zero“ in der Featured-Snippet-Box erscheinen, nicht mehr zusätzlich auf Seite 1 unter den normalen organischen Ergebnissen auftauchen würden. Anfangs tauchten die organischen Rankings für URLs, die in der Featured-Snippet-Box erschienen, oft oben auf der zweiten Suchergebnisseite auf. Dies passierte aber nicht immer und Danny Sullivan bestätigte auf Twitter, dass es auch nicht durch die Änderung beabsichtigt wurde.

24. Januar: Favicons zurückgerollt und weitere Experimente am SERP-Layout

Die Layout-Änderungen, die in der ersten Januarhälfte eingeführt wurden, sind nicht bei allen gut angekommen. In der SEO Community gab es teilweise negative Reaktionen auf das Aussehen und die Nutzerfreundlichkeit des neuen Designs. Insbesondere wurde die angepasste Darstellung der AdWords-Ergebnisse kritisiert, da sie nun schwerer von den organischen Ergebnissen zu unterscheiden seien. Diese visuelle Geschichte von Google AdWords beschreibt eine „Verwischung von Anzeigen und organischen Listings“.

Google reagierte mit einem Tweet am 24. Januar. Sie erklärten, sich das Feedback angehört zu haben und infolgedessen andere Layouts testen zu wollen, einschließlich anderer Platzierungen der Favicons. Stand heute (11. Februar): Google ist noch am Testen. Manchmal werden AdWords-Ergebnissen mit dem Wort „Anzeige“ in einem grün umrandeten Kästchen gekennzeichnet. Manchmal steht lediglich “Anzeige” vor der URL. Bei den organischen Ergebnissen sieht man die Breadcrumbs weiterhin über dem Snippet, aber die Favicons werden (zurzeit) nicht eingeblendet.

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Wie ihr auf das Februar 2020 Google Update reagieren könnt

Googles Empfehlungen nach den meisten Updates (abgesehen von Updates, die einen spezifischen Aspekt von Websites wie Ladezeit betreffen) ist, sich auf hochwertige Inhalte zu konzentrieren. Nach den letzten Core Updates verwies Google immer auf die Richtlinien für Webmaster. Diese beziehen sich nicht auf ein bestimmtes Update. Der Blogpost beinhaltet allgemeine Best Practice Beispiele zu Content, Qualität und Expertise, denen Webmaster folgen sollten, um von Googles Suchalgorithmen zu profitieren.

Diese Hinweise, zusammen mit den Google Quality Rater Guidelines, sind Pflichtlektüre für alle SEOs, die verstehen wollen, wie sie hochwertige Inhalte gestalten können. Andererseits erklären diese Richtlinien jedoch nicht unbedingt, wie man auf ein Google Update, ob als Core Update bestätigt oder nicht, reagieren sollte. Bei Searchmetrics glauben wir, dass der erste Schritt zur richtigen Entscheidungsfindung darin liegt, die Lage zu verstehen. Unser (long-read) Guide zum Verstehen von Google Updates erklärt, wie ihr die Datenlage im Zuge eines Google Updates analysieren könnt und wie ihr Trugschlüsse vermeidet. Was auf jeden Fall klar ist: Kurzfristige, übereilte Reaktionen werden höchstens kurzfristige Erfolge bringen. Aber eine langfristige Strategie, die auf Grundlage datengetriebener Prinzipien entwickelt wird, kann euch und eure Website zu nachhaltigem Erfolg in der Google-Suche führen.


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Stephen Bench-Capon

Stephen Bench-Capon

Ich bin Stephen, Content Marketing Manager bei Searchmetrics in Berlin. Neben den Posts auf dem Blog hier schreibe ich noch Studien und andere Inhalte zum Thema SEO und Content-Optimierung. Da ich Engländer bin, arbeite ich hauptsächlich an Content-Produkten für unsere britischen und US-amerikanischen Märkte.

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