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Eure Fragen, unsere Antworten: Die 22 besten SEO-Tipps für 2019

Wie entwickelt sich Content, welche Linkbuilding-Strategien funktionieren noch? Welche Bedeutung erlangen Voice Search und Visual Search? Welche Trends sollten SEOs jetzt berücksichtigen, um für künftige Google Updates gewappnet zu sein? Kurzum: Was wird 2019 im SEO wichtig? Eure Fragen, die ihr im Webinar „Aus Fehlern lernen, an Erfolgen wachsen: die SEO-Geschichtsstunde“ gestellt habt, beantworten unsere Experten in diesem Post. Hier kommen die 22 besten SEO-Tipps für 2019 von Marcus Tober, Gründer und Chief Innovation Officer von Searchmetrics, und Björn Beth, Director Digital Strategies Group EMEA.

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Inhalt

Video: Aus Fehlern lernen, an Erfolgen wachsen

Die Fragen habt ihr im Webinar mit Marcus Tober und Björn Beth gestellt. Im Webinar „Aus Fehlern lernen, an Erfolgen wachsen – die SEO-Geschichtsstunde“  ging es um Taktiken aus dem Goldgräber-Zeitalter und Learnings für nachhaltigen Erfolg. Dabei wurden vergangene SEO-Taktiken, aktuelle SEO-Best-Practices und nachhaltige Strategien für künftiges Wachstum diskutiert. Wer beim Webinar nicht dabei sein konnte oder alle Stories nochmal hören möchte, kann das hier:

Weil im Webinar keine Zeit für all eure Fragen war, gibt’s hier die Antworten von Marcus und Björn:

Allgemeine SEO-Trends 2019

1. Was sind Top3 Do’s and Don’ts für SEO im Jahr 2019?

Marcus Tober: Da gibt es im Prinzip nur ein Don’t: SEO-Maßnahmen ergreifen, die keinen Nutzen für den User haben. Denn auch viele Dinge wie Linkbuilding sind auch dann noch immer sinnvoll, wenn die Links sinnvoll integriert und hilfreich für den User sind. Auch andere typische SEO-Basics, wie etwa auf Title oder Headlines zu achten, sollten im Sinne des User passieren. Ein Keyword im Title hilft dann, wenn damit ein vielleicht zu unklarer Titel etwas spezifischer wird. Für die Do’s sind diese 3 Punkte aus meiner Sicht am wichtigsten:

  1. Webseite aufräumen und Content konsolidieren bzw. löschen.
  2. User Engagement wie Bounce Rate oder Verweildauer messen und optimieren.
  3. Technisches SEO wie Ladegeschwindigkeit oder HTTPS-Migration durchführen, um eine optimale Grundlage zu haben. Schließlich kann auch der beste Content nicht ranken, wenn die technisches Hausaufgaben nicht gemacht wurden.

Björn-Beth

Björn: SEO in 2019 und darüber hinaus muss vor allem aus seinem Silo heraustreten. SEO ist eine Querschnittsdisziplin und hat Impact auf das Produkt, dem Marketing oder und ganz entscheidend auf Umsatz. Auf der anderen Seite haben Usability, Technik, Brand Building etc. immer stärkeren Einfluss auf das Ranking bei Google. Hier sollten SEOs mehr Kooperation forcieren und fordern.

2. Welche Trends sollten SEOs jetzt erkennen und daran arbeiten, um für künftige Updates gewappnet zu sein?

Marcus: Wie wir sehen, ist auch das letzte Google Core Update vom März 2019 eine weitere Iteration, die User Engagement und hilfreichen Content stärker belohnt. Das bedeutet: Mit immer mehr online verfügbarem Content nutzt Google noch stärker Signale, die zeigen, ob die User happy sind oder eben nicht. Dieser Trend ist unumkehrbar und klassische Ranking-Faktoren werden insbesondere für stark competitive Märkte immer unwichtiger. In Nischen-Märkten kann Google nicht auf Dinge wie Links oder Content-Analysen verzichten, da vielfach nicht genügend Trainingsdaten vorliegen, um Nutzersignale aussagekräftig einzubeziehen.

3. Wie sieht die Zukunft von SEO aus – insbesondere in Bezug auf Voice Search & Visual Search?

Björn: Ich sehe viel Potenzial in Visual Search, vor allem für E-Commerce. Eine Studie von Visenze hat gezeigt, dass 62% der Generation Z (heute bis ca. 20 Jahre alt) sich Visual Search Technologien mehr wünscht als jede andere Technologie. Aus diesem Grund haben Snapchat und Amazon bereits eine Visual Search Lösung realisiert. Auch grosse Retailer wie Asos haben bereits in App-Lösungen. Pinterest (Lens) & Google (Google Lens) steigen ebenfalls in das Thema ein. Es ist heutzutage einfacher, ein Bild zu machen als sich kompliziert auszudrücken. Diese Technologie steckt aktuell noch in den Anfängen, aber wird nach meiner Einschätzung sehr groß. Von daher empfehle ich bereits heute, damit herumzuspielen und viel auszuprobieren.

Voice Search wird noch richtig interessant, wenn es in weiteren “Devices” integriert ist, wie etwa Autos, Kühlschränken oder Häusern. Sobald unsere alltägliche Umgebung “per default” damit ausgestattet ist, wird es noch interessanter. Im übrigen ist das die Sicht eines 38-Jährigen. Meine Kinder finden es völlig normal, mit Alexa oder Google Home zu interagieren. Diese Generation wird Voice zusätzlich mehr prägen.

Marcus: Ob Visual Search sinnvoll ist, kommt stark auf die einzelne Branche an. In einigen B2C-, aber vor allem B2B-Branchen ist der Desktop-Traffic-Anteil noch immer deutlich höher als der Mobile-Anteil; entsprechend wenig sinnvoll wäre dann ein Fokus auf Visual Search, was ja nicht am Desktop ausgeführt werden kann. Und je mehr sich eine Website im YMYL-Segment bewegt – etwa bei Financial Planning, wird Content und Struktur immer wichtig bleiben, weil Nutzer in diesen Segmenten viel und häufig recherchieren, bevor sie eine Kaufentscheidung fällen. Dagegen halte ich Voice Search aber für überbewertet. Google Home oder Amazon Echo werden für einfache Aufgaben verwendet, etwa das Abspielen von Musik oder die Bedienung von Lampen, aber es werden keine aufwändigen Recherchen durchgeführt.

Content

4. Was ist mit Inhalten, die keine Verfallszeit haben und langfristig wertvollen Inhalt darstellen? Soll ich diese aktualisieren, wenn auch nur um Googles Willen?

Marcus: Eine Aktualisierung, die keinen Mehrwert bringt, sollte man nicht vornehmen. Evergreen-Content, der nur saisonal relevant ist, sollte zur Saison stärker intern verlinkt werden. Ein Beispiel sind Grippe-Symptome. Der Content ist vermutlich jede Saison gleich oder sehr ähnlich, aber so richtig relevant wird er erst ab der kalten Jahreszeit im November. Wenn dieser Content dann stärker verlinkt wird, zeigt man damit Google und dem User: Hey, das ist jetzt wichtiger als vorher.

5. Wenn man viel Content hat: Wie identifiziert man URLs auf der eigenen Domain, die man besser löschen sollte?

Björn: Eine Möglichkeit ist es, sich in Google Analytics oder der Google Search Console anzuschauen, welche Seiten in den vergangenen 6 oder 12 Monaten keinen Traffic bekommen haben und diese zu löschen. Eine weitere Möglichkeit ist, mit Software-Lösungen wie unserer Content Experience zu schauen, welche Seiten mit ähnlichen Themen man zusammenfassen könnte, um qualitativ hochwertigere – und auch potenziell trafficstärkere – Seiten zu erstellen.

Marcus: Ich kann auch in den Logfiles recherchieren, wie häufig bzw. ob diese Seiten von Google überhaupt gecrawlt werden oder stichprobenhaft schauen, welches Cache-Datum der Seite in den Google-Ergebnissen zu finden ist.

6. Sollte man konkurrierenden Inhalt löschen, obwohl dieser für semantisch ähnliche Keywords besser rankt als der Inhalt, der der Domain erhalten bleiben soll?

Marcus: Man kann durchaus auch mit Mehrfach-Listings in den Google-Ergebnissen vertreten sein, dann haben die konkurrierenden Seiten haben eine Existenzberechtigung. Aber man läuft Gefahr, dass Google nicht beurteilen kann, welche Seite nun relevanter ist, wenn diese zu ähnlich sind und auch das gleiche Ziel verfolgen. In diesem Fall sollte der Content eher auf eine URL konsolidiert werden. Für den User wäre das von Vorteil.

Typisches Beispiel: Man hat einen Artikel und einen Link im Text zu einer passenden Bildergalerie. Nun rankt der Artikel – und die Galerie, weil sie Bilder und und ergänzende, sinnvolle Bildunterschriften hat. Hier besteht die Gefahr, dass Google anhand der User Intention testet, welche URL besser funktioniert und man fluktuierende Rankings hat. In diesem Fall würde ich den Content – also die Bildergalerie – in den Artikel konsolidieren.

7. Lohnt es sich noch, SEO Content für Kategorie-Seiten in Online Shops zu schreiben? Niemand liest diese Texte in Sidebars oder unterhalb der Produktauflistung, aber es scheint noch immer sehr verbreitet zu sein.

Marcus: Kategorie-Seiten mögen zwar für die Conversion nicht so wichtig sein, aber sie verteilen Traffic auf einzelne Produkt-Unterseiten, auf denen der Nutzer dann konvertieren kann. Ich finde es nach wie vor wichtig, Text auf einer Kategorie-Seite zu integrieren – nur Produkte ohne Einordnung anzuzeigen, reicht meiner Meinung nach nicht aus. Wichtig ist, dass die Text-Qualität stimmt: Welche Informationen sind sinnvoll für den Nutzer? Welche Fragen würde der Nutzer stellen, wenn er in ein Fachgeschäft gehen würde?

Björn: Vielfach werden Produkt-Listings auf solchen Seiten per Plugin und via JavaScript dargestellt. Wir wissen, dass der Googlebot noch immer Schwierigkeiten mit der Erkennung und Bewertung von JavaScript-Inhalten hat – im schlimmsten Fall wäre die URL also für den Googlebot leer, wenn der Produkt-Feed nicht ausgelesen werden kann und kein Text auf der Seite vorhanden ist.

8. Gibt es Unterschiede beim Ranking, ob ein Text über oder unter den Produkten positioniert wird? Jeder scheint eine eigene Meinung zu haben. Gibt es etwas Messbares?

Marcus: Der Text muss nicht immer unter den Produkten stehen, er kann auch über den Produkten platziert sein – zum Beispiel als Accordion. Wenn der Text standardmäßig eingeklappt ist und nur die ersten Zeilen zu sehen sind, kann der Nutzer entscheiden, ob er diese Infos lesen will oder nicht.

Björn: Wir sollten generell weg von Kategorietexten, die nur für SEO-Zwecke geschrieben wurden. Stattdessen wären Texte mit Magazin-Charakter wünschenswert, also gut geschriebene Anleitungen, Styling-Tipps – eine hilfreiche Kaufberatung eben. Der Text sollte als Teil des Layouts einer Landingpage gesehen werden und nicht als “Must Have” am Ende einer Landingpage oder versteckt in einer Sidebar.

9. Die Searchmetrics Content Experience vergleicht unter anderem den Word Count von Wettbewerbern. Kommt es noch auf die Länge des Contents an?

Marcus: Der Word Count ist nur ein Anhaltspunkt. Er zeigt ob ein Thema eher contentlastig ist.

Björn: Wie Marcus schon sagt, ist der Word Count ein super Anhaltspunkt ob ein Thema Content-lastig ist. Medizinische Themen beispielsweise sind erklärungsbedürftiger und von daher tendenziell länger. Wenn es inhaltlich Sinn macht – also kein Keyword-Stuffing, sondern wenn thematisch noch etwas rausgeholt werden kann – würde ich immer versuchen, auf zehn Prozent mehr Word Count gehen als die Wettbewberber. Sucht jemand nach Faschingskostümen oder Fashionthemen, wird eine Bildergalerie wahrscheinlich mehr Impact auf das Ranking haben.

Links und Linkbuilding

10. Wenn man sehr guten Content hat, den man bekannt machen will, ist dafür doch Linkbuilding sinnvoll, oder?

Marcus: Linkbuilding ist als Teil der PR- und Marketing-Strategie dann sinnvoll, wenn der Mehrwert des Contents für die Nutzer bekannt gemacht werden soll. Bringt der Mehrwert, sollten die Links auch automatisch kommen. Wichtig ist insbesondere bei großen Brands, dass der SEO bei der Kampagnenplanung eng mit Marketing, PR und Social zusammenarbeitet, damit etwa Content auf speziellen Kampagnen-Landingpages dauerhaft online bleibt – und nicht nach Abschluss einer Kampagne gelöscht und die Backlinks dann vielleicht auf 404-Fehlerseiten führen.

Björn: Ich finde es wichtig, nicht nur an den SEO-Channel zu denken. Das Content Seeding via Social ist zum Beispiel ebenfalls eine Strategie. Wenn ich tolle Inhalte habe, die für eine spezielle Nische relevant sind, kann ich die über Social in meiner Nische teilen und damit rechnen, dass ich schnell an qualitativ hochwertige Backlinks komme.

11. Wie seht ihr Linkbuilding 2019 – Hauptsache, das Disavowing im Auge behalten?

Marcus: Linkbuilding sollte man mittlerweile eher als PR-Aufgabe sehen. Man setzt sich zum Ziel, seine Produkte oder Content sinnvoll zu promoten und stellt die Benefits heraus. Wenn man so herangeht und mit Partnern arbeitet, wo der Content auch sinnvoll promoted werden kann, dann bekommt man Ansehen, Traffic und auch Linkjuice – eine Win-Win-Situation im Idealfall. Nur ist es eben wichtig, dass der User einen Mehrwert bekommt – dann ist auch Linkbuilding sinnvoll. Natürlich sollte man die Google-Richtlinien bzw. bestehendes Recht zur Auszeichnung von Werbung nicht vergessen. Google wird aber auch künftig Links im Netz folgen; daher bleibt auch Linkbuilding nicht ganz unwichtig.

Björn: Gerade, wenn man neu auf dem “Google-Markt” ist, sind Links enorm wichtig für den Aufbau einer Autorität in seiner Nische. Hier sollte viel Kreativität in Link-würdige Kampagnen gesteckt werden (Whitepaper, Studien, Infografiken, Aufnahmen von Vorträgen, Interviews etc.) – Linkbuilding als klassisches Brand Building eben. Wenn man heutzutage nicht aggressiv auf Linkbuilding aus Link- bzw. Blog-Netzwerken setzt, muss man sich keine Gedanken über ein Disavow-File machen.

12. Muss man bei ausgehenden externen Follow-Links mittlerweile komplett auf Money-Keywords verzichten? Mittlerweile scheint lt. Literatur nur noch etwas wie „Firmenname“ oder „das sagen die Experten“ im Fall einer Quelle okay zu sein. Funktioniert ein Linkprofil ohne Money-Keywords?

Marcus: Wenn es so wäre, wäre jeder “Money”-Keyword-Link ab sofort Spam. Fraglich ist auch, wann ein Keyword ein Money-Keyword ist? Vielmehr ist es wichtig, dass der Link, der gesetzt wird, zum Kontext passt. Dann darf im Content auch ein Link “sprechend” sein und damit auch Produktnamen oder ähnliches enthalten. Wenn man künstlich nachhilft, kann das zum Problem werden, wenn auf einmal alles Money-Keyword-Links sind. Aber in einem normalen Linkprofil lässt es sich eigentlich nicht vermeiden, auch mal „echte“ Keywords als Anchortext zu haben.

13. Muss man ausgehende externe Links auf Produkte/Dienstleistungen stets auf nofollow setzen und als „Werbung“ oder ähnliches kennzeichnen?

Marcus: Ich bin kein Anwalt, aber wenn Links auf Produkte/Services gehen, die vom Autor nicht-werblich gemeint sind, müssen diese auch nicht zwangsläufig als Werbung gekennzeichnet werden. Wenn der Autor aber Content erstellt, mit dem er Geld verdienen will (Affiliate-Links) oder einen Deal mit dem Produkthersteller hat, dann muss er gekennzeichnet werden.

14. Wie würdet Ihr aktuell Linkbuilding betreiben? Wie kommt man noch an Links, die kaum noch einer mehr „freiwillig“ rausrückt?

Marcus: Ich glaube, die Welt der Content Creators ist größer als je zuvor. Wenn man Ideen und Kreativität in die Content-Erstellung investiert, kommen auch Links zurück. Aber eben nicht so, dass man zwanghaft nur den Backlink im Auge hat, sondern der Effekt der User-Generierung, Traffic und Credibility im Mittelpunkt steht. Die Links sind dann eher eine Folge von etwas, was vorher für Aufsehen gesorgt hat.

15. Welche Ankertext-Strategie sollte man verfolgen?

Marcus: Die Ankertext-Strategie, dass man nicht besessen ist von den Ankertexten der Konkurrenz und auch nicht täglich seine eigenen Ankertexte checkt. Viel wichtiger ist, dass die Links auch relevant sind – unabhängig vom Ankertext – und danach seine User-Engagement-Daten analysiert. Die sind nämlich deutlich wichtiger als “genau der richtige” Ankertext.

Björn: Bei der internen Verlinkung würde ich nach wie vor weiter mit harten Ankertexten arbeiten.

User Experience

16. Manche sagen, Above-the-Fold-Werbung und Intrusive Interstitials sind für nicht SEO-relevante Seiten (wie Checkout-Pages) okay. Stimmt das? Denn schließlich beeinträchtigen sie ggf.  dennoch die Usability.

Marcus: Ich glaube, dass eine Webseite mit zu schlechten Overall-User-Daten auch für SEO nicht gut sein kann. Grundsätzlich aber spricht nichts dagegen, für Marketing-Maßnahmen außerhalb der indexierbaren Seiten andere Landingpages und User-Flows zu bauen.

17. Ist ausklappbarer Text mittlerweile wegen der mobilen Orientierung okay, sofern er im HTML-Quellcode ist oder wird tendenziell vom Bot ignoriert, was nicht sofort sichtbar ist?

Björn: Google arbeitet laut eigener Aussage daran, zugeklappten Text auf Mobilgeräten in Zukunft gleichwertig zu behandeln. Dies hat John Müller erst kürzlich in einer Hangout-Session bestätigt. Aktuell wird eingeklappter Text weniger stark für die Ranking-Ermittlung gewichtet.

18. Kann ich mich erst der SEO-Grundoptimierung inkl. technisches Feintuning und Content-Publishing widmen – und anschließend die Usability optimieren?

Björn: Ich denke, dass Usability-Optimierung in die SEO-Grundoptimierung mit einfließen und nicht getrennt betrachtet werden sollte. Wie wir an den letzten Google Updates sehen können, ist dies ein extrem wichtiges Optimierungsthema. Ich kann nur empfehlen, jedes Audit-Template, jede Onpage-Checkliste für Grundoptimierung zu überarbeiten und Maßnahmen zur Usability mit einfließen zu lassen. Übrigens kann man hierzu wunderbar die Google Playbooks verwenden. Richtig ist aber auch, dass man erst das Fundament des Hauses stabilisieren sollte, bevor man die Wände und das Dach draufstellt.

Weitere Fragen & Antworten zu SEO 2019

19. Was sind eure Erkenntnisse zum aktuellen Google Core Update vom März 2019?

Björn: Es zeigt sich auch mit dem letzten Google Core Update vom März, dass Brand Authority, Expertise & User Experience mehr und mehr Impact am Google Ranking haben. Mein Kollege Malte Landwehr hat in einer Analyse herausgefunden, dass viele Gewinner des Updates insgesamt bessere User Signale (Verweildauer, Bounce Rate, Seiten pro Besuch) vorzuweisen haben. Was ich interessant finde, ist dass vor allem im Medizinbereich viele Seiten verloren haben, die beim letzten Update enorm dazu gewonnen haben und andersherum.

20. Sollte man saisonale / temporäre Inhalte immer online lassen & aktualisieren – oder gibt es Ausnahmen? Bei z.B.  „pausierten“ Stellenanzeigen muss bei strukturierten Daten zumindest ein abgelaufenes „valid through“ datum gesetzt werden – könnte Google solche „pausierten“ online gebliebenen Jobanzeigen dennoch abstrafen?

Björn: Bei Jobanzeigen gibt es ja das „Expired“-Markup, das ich auf jeden Fall verwenden würde. Bei der Online-Auktionsplattform Ricardo in der Schweiz, wo ich vorher gearbeitet habe, haben wir Auktionen immer nur sieben Tage im Index. Hier haben wir eine statische Seite gebaut, auf der die als nächstablaufenden Artikel angezeigt wurden. Die einzelnen Listing-URLs hatten ein Canonical auf die statische Seite integriert. Das hatte einen sehr positiven Impact auf die SEO Visibility.

Marcus: Listings würde ich immer in übergeordneten Übersichtsseiten bündeln. Hier können sowohl aktive als auch abgelaufene Job-Angebote angezeigt werden. Auch wenn ein Listing jetzt nicht mehr aktuell ist, verliert die Übersichtsseite nicht ihre Rankings.

21. Hat das Adressieren von regionalen Inhalten durch das Verfassen von länderspezifischen Content auch ohne Nutzung von hreflang nur unter Nutzung entsprechender Domains wirklich mal „funktioniert“?

Marcus: Eigentlich sollte es laut Google auch ohne hreflang funktionieren. Allerdings hat Google damit manchmal Schwierigkeiten, deshalb würde ich es immer mitnutzen.

Björn: Wir haben gerade einen Kunden mit länderspezifischen Domains ohne hreflang, der mit diesen Domains nur schlecht gerankt hat. Mit Implementierung von hreflang funktioniert es jetzt super!

22. Wie schnell bemerkt Google, dass Verbesserungen an der Website vorgenommen wurden? Ich höre immer wieder „beim nächsten Update“.

Björn: Früher hat es – etwa bei den Penguin-Updates – zum Teil ein Jahr gedauert, bis Änderungen an einer Website in einer weiteren Update-Iteration von Google auch für die Rankings berücksichtigt wurden.

Marcus: Wenn man bei Google halbwegs bekannt ist, sollte jede Änderung inzwischen recht schnell berücksichtigt werden.

Können wir euch bei der Umsetzung eurer SEO- und Content-Strategien unterstützen? einfach einen Kennenlern-Termin mit unseren Experten der Digital Strategies Group:

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Jan Grundmann

Jan Grundmann

PS: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Jan und ich bin als Content Marketing Manager bei Searchmetrics tätig. Ich verfasse Studien & Whitepaper rund um Search- und Content-Optimierung, blogge hier über neue Produkt-Features, Google Updates und analysiere frische SEO-Daten aus unserer Suite.

2 thoughts on “Eure Fragen, unsere Antworten: Die 22 besten SEO-Tipps für 2019


  • Was passiert, wenn man mit diversen Keywords auf Seite 2 und 3 bei Google rankt, und man den gesamten Content der Website sowie die Keywords löscht, mit dem Ranking? Wie lange dauert es, bis Google die Seite nach hinten verschiebt?

  • Also, in diesem Fall wird Google die URLs schnell aus den Rankings entfernen…


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