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SEO & UX: So beeinflussen Nutzersignale eure Rankings

Google verfolgt vor allem ein Ziel: User sollen stets von der bestmöglichen Sucherfahrung profitieren. Die Suchmaschine optimiert ständig ihren Algorithmus, um Nutzersignale auf Websites immer besser zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere solche Signale, die zeigen, ob Nutzer mit eurem Content zufrieden sind. Führen eure Inhalte zu einer positiven Nutzererfahrung, wird Google euch mit guten Rankings belohnen. In unserem Webinar „SEO & UX: Diese Nutzersignale sind wirklich rankingrelevant“ widmete sich Thomas Gruhle, Gründer und Geschäftsführer der Traffic- und Conversion-Agentur LEAP/, detailliert diesem umstrittenen Thema. Im folgenden Blogpost beantwortet er zudem eure offenen Fragen.

Ihr habt Fragen rund um die Themen SEO- und Content-Optimierung? Unsere Digital Strategies Group hilft euch gern weiter:

Hier mehr erfahren

Webinar verpasst? So optimiert ihr Nutzersignale und verbesserst eure Rankings

Wird den Suchintentionen der Nutzer durch hochwertige Inhalte voll entsprochen, sendet dies positive Nutzersignale an Google. Auch aktuelle Studien bestätigen: Optimierte Nutzererfahrungen tragen wesentlich zum SEO-Erfolg eurer Website bei. Im Webinar vom 03.03.2020 hat Thomas Gruhle, Gründer & Geschäftsführer bei LEAP/, die Bedeutung von Nutzersignalen für eure Website-Rankings näher beleuchtet. Das waren die Themen:

  • Welche Nutzersignale gibt es?
  • Wie könnt ihr diese optimieren?
  • Welches Conversion-Wissen benötigt ihr?

Unsere Experten:

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Thomas Gruhle

Gründer & Geschäftsführer

LEAP/

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Eric Eggebrecht

Marketing Manager

Searchmetrics

Ihr habt das Webinar verpasst? Dann schaut es euch einfach hier an:

Fragen und Antworten zu Nutzersignalen

Im Anschluss an das Webinar hattet ihr noch einige Fragen, die Thomas nachfolgend beantwortet hat. Eure Frage ist nicht dabei? Dann hinterlasst uns einfach einen Kommentar.

Wie definiert ihr non-brand SEO in Google Analytics?

Die primäre Quelle für die Definition von non-brand Keywords ist die Google Search Console, da hier relevante Keywords gefunden werden. Google Analytics spielt hingegen keine Keywords aus.

Wir filtern zunächst, welche Seiten fast ausschließlich Brand-Traffic generieren und fügen diese zum Segment Brand-SEO hinzu. Alle anderen Seiten, ohne Keywords und mit Domain-Namen, gehören zum non-brand SEO-Segment.

Wo seht ihr Synergien zwischen SEO und SEA?

SEO-Analysen von Keywords und deren Trends können saisonale Effekte zeigen und im SEA-Bidding helfen. Gleichzeitig werden informationelle SEO-Keywords herausgefiltert. Diese können später als SEA-Keywords gebucht werden.

Zudem sind SEO-Experten oft erfahrener darin, die Conversion-Rate (CR) einer Seite zu verbessern (z. B. für ein Produkt). Diese CR-Verbesserungen helfen auch dem SEA-Traffic beim Konvertieren.

Im Vergleich zur SEO, können bis zu einem gewissen Grad Page Titles im SEA effektiver getestet werden. Die Ergebnisse können dann auch in der Suchmaschinenoptimierung Anwendung finden.

Verwendet Google Daten aus Analytics für das Ranking und analysiert es Matomo?

Laut offiziellen Aussagen greift Google für das Ranking nicht auf Analytics-Daten zurück. Nutzersignale werden überwiegend über die Daten aus Chrome erfasst.

Matomo wird von Google nicht ausgelesen.

Warum existiert Google Analytics, wenn Google diese Daten nicht verwendet?

Google Analytics-Daten fließen nicht in Rankings mit ein – wahrscheinlich liegen diese aber anderen Erkenntnissen zugrunde.

Analytics diente am Anfang als Basis für die Auswertung und Erfolgsmessung von Google AdWords und wurde über die Jahre um den gesamten Pfad erweitert.

Vor dem Hintergrund einer fehlenden statistischen Signifikanz – macht A/B Testing auf SEO-Seiten Sinn? Wie wertet ihr das aus?

Wir nutzen bei Low-Traffic-Seiten die Bayessche Statistik unseres A/B Testing-Tools. Diese Methode berechnet die statistische Signifikanz nach einer anderen Methode.

Welche Tools nutzt ihr für A/B Testings, welche könnt ihr empfehlen?

Wir haben gute Erfahrungen mit Kameleoon und A/B Tasty gemacht. Statt dem Tool kommt es aber viel mehr auf die verwendete Datengrundlage an.

Auf wie viele Keywords sollte man pro Seite optimieren?

Hier gibt es zwar keine allgemeine Regel, wichtig jedoch ist, dass ihr einen Fokus setzt und klar ein Thema pro Seite definiert. Die Themen sollten trennscharf sein. Falls Kannibalisierungen auftreten, also zwei Seiten für ein Keyword ranken, sollten diese Seiten zusammengelegt werden.

Wir beobachten, dass bei einer Seite meist nur 2 – 3 Keywords 80 % des Traffics ausmachen. Oft sind diese dann das Hauptkeyword, das Hauptkeyword mit Adjektiv oder Fragen zu dem jeweiligen Keyword. Es können allerdings auch Synonyme sein. Diese sollten immer mit aufgenommen werden.

Wie wird die Scrolltiefe gemessen?

Um die Scrolltiefe in Google Analytics zu messen, muss lediglich ein entsprechendes Event angelegt werden. Am schnellsten geht dies mit dem Google Tag Manager.

Dafür geht ihr wie folgt vor:

  1. Anlegen eines neuen Triggers: (Triggertyp: Scrolltiefe), den Trigger möglichst aussagekräftig benennen z. B. Scrolltiefe.
  1. Konfiguration des Triggers:
  • Dafür die Scrollrichtung auswählen i. d. R. vertikal und die Angabe bei welcher Prozentzahl getriggert werden soll (z. B. 25, 50, 75, 100). Scrollt der Nutzer also bis 50 %, wird der Trigger zweimal gefeuert, einmal bei 25 % und einmal bei 50 %.
  • Außerdem gibt man hier noch an, ob das Event auf allen Seiten oder nur auf bestimmten Seiten erfolgen soll.
  1. Aktivieren der Scrollvariablen: Klickt im Menüpunkt „Variablen“ auf den Button „Konfigurieren“ und wählt alle hinterlegten Variablen unter „Scrollen“ aus.
  1. Tag anlegen:
  • Klickt im Menüpunkt „Tags“ auf den Button „Neu“.
    • Tag-Typ: Universal Analytics
    • Tracking-Typ: Ereignis
    • Kategorie: Scrolltiefe
    • Aktion: {{PagePath}}
    • Label:  {{ScrollDepth Threshold}}%

(Hinweis: Aktion und Label sind jeweils zwei Variablen, die über den „Baustein-Button“ ausgewählt werden können.)

  • „Treffer ohne Interaktion“: Auf „Wahr“ stellen, da sonst die Bounce Rate verfälscht wird.
  • Google Analytics-Einstellungen: Im Dropdown entweder die bereits gesetzte Google Analytics Setting Variable wählen oder über „Variable neu“ eine Neue anlegen (Tracking-ID aus Google Analytics einfügen und speichern).
  • Im Triggerbereich, den unter Schritt 1 erstellten Trigger „Scrolltiefe“ wählen.
  1. Änderungen in der Vorschau betrachten und wenn alles wie gewünscht ist, Tag senden.
  2. In Google Analytics findet ihr das angelegte Event unter: Verhalten > Ereignisse > wichtigste Ereignisse.

Sind die Daten von Search Analytics for Sheets, also der Schnittstelle in Google Docs zur Google Search Console (GSC), zuverlässig?

Wir benutzen Analytics Edge als API. Analytics Edge ist für Excel gedacht, greift allerdings auf die gleiche API zu.

Wichtig ist, dass ihr die Daten für die „Page“ zieht und nicht für die Keywords. Hier kommt es zu Abweichungen. Diese finden sich allerdings auch in der GSC.

Ihr solltet außerdem den Länderfilter hinzufügen. Wir arbeiten mit diesen Zahlen, um die Trends und die Tendenzen zu bestimmen. Allerdings treten ab und zu kleinere Abweichungen mit der GSC auf. Diese sind aber unwesentlich.

Wird die ePrivacy-Verordnung das Auswerten von Nutzersignalen für Google beeinträchtigen?

Da die ePrivacy-Verordnung noch nicht in Kraft getreten ist, kann man dazu noch keine verlässliche Aussage treffen.

Wie ist das Traffic-Verhältnis zwischen A und B Usern?

Testvarianten werden randomisiert ausgespielt. In der Regel ist die Anzahl der User fast gleich.

Wie differenziert ihr Analysen und Aufgaben zwischen Analytics und der Search Console?

Google Analytics erhebt Daten eurer Website. Die Search Console hingegen, erhebt Google-Daten wie Klicks & Impressions.

Wie viele Nutzerdaten gehen in Google Analytics durch den Einsatz des Cookie-Consent Tools verloren? Gibt es Alternativen?

Bisher haben wir wenig Probleme festgestellt. Es gibt aktuell keine Alternativen zur Consent-Form.

Welche Hindernisse seht ihr dabei, Kunden von der einzelnen Keyword-Recherche hin zu holistischem Content (Stichwort: Cluster) zu lenken?

Wir vermitteln Kunden die Bedeutung von Keyword-Recherche und Briefing als wichtigsten Schritt der Content-Erstellung. Das Briefing enthält zusätzliche Informationen, wie eine generelle Gliederung, Fragen und verschiedene Blickwinkel zu dem Thema.

Der Text richtet sich vor allem an die User und deren Herausforderungen – nicht an Google. Kunden müssen verstehen, dass guter Content eine Investition ist. Nur solcher wird von Google und den Usern ernstgenommen und verbessert Rankings.

Sollten Landingpages, die auf der zweiten Google Seite ranken, auf ihre Nutzersignale hin optimiert werden oder ist die Bearbeitung der drei Säulen zunächst wichtiger?

Diese Frage ist schwierig und kann pauschal so nicht beantwortet werden. Wahrscheinlich sollten aber erst die anderen Säulen richtig aufgestellt werden. Die Nutzersignale wirken dann am besten, wenn die Seite technisch, inhaltlich und linktechnisch richtig aufgestellt ist. Daher fangen wir in unseren Audits mit diesen drei Punkten zuerst an.


Ihr habt noch offene Fragen? Wir stehen euch gern bei eurer SEO- und Content Strategie zur Seite. Vereinbart einen unverbindlichen Termin mit unseren Experten.

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