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Google Penalties

Über die Kunst einen Google-Elfmeter zu verwandeln

Die Fußball-Europameisterschaft 2020 ist zu Ende – mit einem herzzerreißenden Ergebnis für England. Elfmeterschießen ist wahrscheinlich das Letzte, woran man jetzt denken möchte. Wären wir nicht in der SEO-Branche, würden wir das Thema wohl eher links liegen lassen. Doch tatsächlich kommen Elfmeter auch hier vor – in Form von Google Penalties. Was heißt das? Eure Zielgruppe kann plötzlich eure Website nicht mehr über die organische Suche finden und Käufe werden somit unmöglich. Eine klare rote Karte für euer Geschäft!

Was ist eine Google Penalty?

Das Wichtigste zuerst: Was ist eine Google Penalty? Um es einfach auszudrücken: Eine Google Strafe wird vorgenommen, wenn eure Website nicht den Qualitätsstandards entspricht, die in den Webmaster-Richtlinien aufgeführt sind. Da die Algorithmen immer intelligenter werden und zudem manuelle Maßnahmen und Prüfungen vollzogen werden, um sicherzustellen, dass Websites die erforderlichen Standards erfüllen, ist es heute wichtiger denn je keine Black Hat SEO-Techniken anzuwenden.

Arten von Google Penalties

Es gibt verschiedene Abstrafungen, die eine ganze Reihe von Konsequenzen nach sich ziehen können:

Keyword Level

Dies ist wahrscheinlich die am wenigsten schwerwiegende Google Penalty. Sie bedeutet, dass entweder ein oder einige bestimmte Suchbegriffe ihr Ranking verlieren. Alle anderen Keywords bleiben unbeeinflusst.

Ihr erkennt, ob ihr von einer Keyword Penalty betroffen seid, wenn eurer Suchvolumen plötzlich von den Top 10 in die Top 100 abfällt

URL- oder Verzeichnis-Ebene

Bei dieser Art von Google Penalty verliert eine bestimmte URL plötzlich ihr Ranking. Dabei ist nur diese spezielle Seite betroffen, der Rest eurer Webseite nicht.

Um zu überprüfen, ob ihr von dieser URL Penalty betroffen seid, nutzt am besten SEO Tools, wie z. B. die Searchmetrics Suite, und seht nach, ob eine bestimmte URL oder ein bestimmtes Verzeichnis abgestürzt ist.

Die gesamte Domain

Wenn eure gesamte Domain von einer Google Penalty betroffen ist, haben die Suchbegriffe auf eurer gesamten Webseite einen massiven Rückgang erfahren.

Schaut euch, ähnlich wie bei einer Penalty auf URL- oder Verzeichnisebene, eure Keywords an. Wenn ihr plötzlich nicht mehr in den Top 10 rankt, sondern nur noch in den Top 100, ist es wahrscheinlich, dass ihr von einer Penalty betroffen seid.

Delisting

Das Delisting ist die schlimmste Form einer Penalty, da eure Webseite komplett aus der Suchmaschine entfernt wird. Das bedeutet, dass keiner eurer Inhalte mehr auftaucht, selbst wenn ihr eine spezifische Suche nach der betreffenden Webseite durchführt.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Algorithmus- und manuellen Penalty?

Wenn ihr im Online Marketing und insbesondere im SEO-Bereich arbeitet, habt ihr wahrscheinlich schon von Algorithmus-Abstrafungen gehört. Wenn die Suchmaschine Algorithmus-Updates durchführt und eure Webseite nicht den neuen Regeln entspricht, kann es zur algorithmischen Penalty kommen. Daher ist es so wichtig, dass ihr eure Website mit den richtigen SEO-Maßnahmen optimiert und ihr somit nicht betroffen seid, wenn Google z. B. Core Updates veröffentlicht oder die Core Web Vitals einführt.

Eine manuelle Google Abstrafung hat dagegen nichts mit dem Algorithmus zu tun – hierbei haben Google-Mitarbeiter festgestellt, dass eure Inhalte nicht den Google Richtlinien entsprechen. Es ist zudem möglich, dass User eure Website direkt bei der Suchmaschine melden, wenn sie Spam vermuten! Wenn während der Prüfung festgestellt wird, dass es zu massiven Verstößen kam, wird als Konsequenz eine manuelle Maßnahme gegen eure Webseite verhängt.

Über eine manuelle Penalty informiert Google den Webmaster in der Google Search Console, so dass umgehend darauf reagiert werden kann.

Was kann also eine Google Penalty verursachen?

Es gibt eine Reihe verschiedener Ursachen, von denen einige rein zufällig sein können, während in schwerwiegenden Fällen der Google-Index und somit auch die Suchergebnisse gezielt manipuliert werden. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf einige der häufigsten Ursachen und zeigen, wie man sie beheben kann.

Keyword Stuffing und versteckter Text

In den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) fügten Website-Betreiber einfach so viele Suchbegriffe wie möglich ihrem Seiten-Content hinzu, um das Ranking zu optimieren. Heutzutage ist das Hinzufügen von zu vielen Suchbegriffen in Texten jedoch das, was als Keyword Stuffing bekannt ist. Google erwartet jedoch, dass ihr für eure User schreibt und nicht für die Suchmaschine. Wenn ihr also einen Text verfasst, müsst ihr darauf achten, dass sich die Suchbegriffe natürlich einfügen. Achtet auch darauf, dass eure Suchbegriffe grammatikalisch korrekt angepasst sind, denn User sollten nicht erkennen können, dass ihr für bestimmte Keywords optimiert.

Wenn ihr euch Sorgen macht, dass eure Texte zu viele Suchbegriffe enthalten könnten, lest euch die Texte laut vor. Wenn diese natürlich klingen, ist alles in Ordnung. Wenn sie aber roboterhaft klingen, solltet ihr die betreffenden Abschnitte noch einmal durchgehen und ggf. neu schreiben.

Während Keyword Stuffing versehentlich passieren kann, ist versteckter Text etwas, das nicht ohne Absicht gemacht wird. Es geschieht durch die Verwendung von weißem Text auf weißem Hintergrund, die Platzierung von Text hinter einem Bild, die Verwendung von CSS, um Text außerhalb des Bildschirms zu positionieren, die Einstellung der Schriftgröße auf 0 oder das Verbergen eines Links durch einen Bindestrich oder ein kleines Zeichen.

Um dieses Problem auszuschließen, geht in die Google Search Console und wählt “Als Google abrufen”. Sucht dann nach Text, der in eurem CSS-Styling oder eurer Positionierung versteckt ist. Sobald ihr die Problembereiche identifiziert habt, beseitigt den versteckten Text und bittet die Suchmaschine um eine erneute Überprüfung eurer Website. Wir werden später noch genauer darauf eingehen.

Linkprofil

Einer der Hauptgründe, warum Websites von einer manuellen Penalty betroffen sein können, sind unnatürliche Verlinkungen. Wenn eure Website mit schlechten Links ausgestattet ist, die zu oder von eurer Seite führen, verstößt das klar gegen die Webmaster Guidelines. Dabei kann es sich beispielsweise um Spam Links, gekaufte und vertauschte Links oder defekte Links handeln.

Zudem kann ein auffällig schnell wachsendes Linkprofil oder identische Anker-Texte ein Warnsignal darstellen. Beachtet überdies hinaus die Qualität eurer Backlinks. Stammen diese von minderwertigen Websites mit geringer Reputation kann sich dies negativ auf eure eigene Website auswirken.

Wenn ihr euch des Linkkaufs schuldig gemacht habt oder befürchtet, dass eure SEO-Agentur Backlinks gekauft hat, müsst ihr schnell handeln. Ladet alle eure Links aus der Google Search Console oder eurer SEO Software herunter und überprüft sie. Versucht als nächstes, die Übeltäter zu entfernen, fügt rel=”nofollow” zu nicht-konformen Links hinzu und deaktiviert alle Links, die ihr nicht loswerden könnt. Sobald das erledigt ist, reicht einen Reconsideration Request ein.

Cloaking

Cloaking ist ein Verfahren bei dem Suchmaschinen-Crawlern andere Website-Inhalte oder URLs angezeigt werden, als den menschlichen Usern. Es kann beispielsweise eingesetzt werden, wenn Usern Multimedia-Inhalte ausgespielt werden. Suchmaschinen können derartige Inhalte nicht vollständig erfassen. Dementsprechend erhält der Crawler, anders als die Website-User, eine HTML-basierte Version der Inhalte, die somit leichter in den Index aufgenommen werden kann.

Dennoch beinhaltet Cloaking ein relativ hohes Missbrauchsrisiko. Während z. B. Desktop Usern auf eine bestimmte Website umgeleitet werden, gelangen mobile Besucher aber auf eine Spam Site. Cloaking ist in diesen Fällen ein klarer Verstoß gegen die Google Webmaster Richtlinen und wird durch manuelle Maßnahmen bestraft.

Um dieses Problem zu beheben, analysiert in der Google Search Console euren Content und stellt sicher, dass eure User genau das sehen, was die Suchmaschine sieht. Ihr könnt dort auch eure Weiterleitungen und URLs durchgehen, um sicherzustellen, dass sie übereinstimmen und nicht als Cloaking einstuft werden.

Structured-Data-Probleme

Strukturierte Daten helfen der Suchmaschine zu verstehen, worum es auf einer Website geht. Schema wird verwendet, um Informationen über den Inhalt einer Seite bereitzustellen, die in einer Seite kodiert ist. Achtet beim Umgang mit strukturierten Daten darauf, dass ihr die Rich-Snippet-Richtlinien befolgt. Markiert außerdem keine leeren Seiten oder Seiten, auf denen die Informationen für User nicht sichtbar sind. Außerdem solltet ihr niemals Inhalte markieren, die als irreführend eingestuft werden könnten.

Um dieses Problem zu beheben, solltet ihr eure strukturierten Daten überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den Richtlinien entsprechen. Sobald ihr alle anstößigen Elemente beseitigt habt, reicht einfach einen Reconsideration Request ein.

Kein Mehrwert

Egal, was ihr auf eurer Website veröffentlichen wollt: Es sollte einen Mehrwert bieten. Wenn eure Seiten als nicht wertschöpfend eingestuft werden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass eure Website abgestraft wird.

Zu den Seiten, die gegen die Regeln verstoßen, gehören häufig automatisch generierte Inhalte, minderwertige Gast-Blogbeiträge, Seiten mit wenig bis gar keinem Inhalt, der keinen wirklichen Mehrwert bietet, und Inhalte, die von seriöseren Websites kopiert wurden.

Um diese Seiten zu optimieren, solltet ihr einige Dinge tun. Identifiziert „thin“ Content und stellt sicher, dass ihr ihn entweder löscht oder ersetzt. Ergänzt die Seiten mit geringer Wortzahl und erstellt mehr Content für Seiten, die sich z. B. nur auf Sonderangebote konzentrieren. Sobald ihr das getan habt, könnt ihr wieder einen Antrag auf erneute Überprüfung einreichen.

Spam

Wenn jemand sagt, dass Foren, Kommentare und Ähnliches der beste Weg sind, um eure Rankings zu verbessern, hört nicht darauf!

Stellt sicher, dass ihr Werbung identifiziert, die als Kommentar getarnt ist, Kommentare mit irrelevanten, unnatürlichen Links, User-Namen, die nach Spam aussehen und automatisierte oder themenfremde Kommentare. Wenn ihr etwas davon auf eurer Website findet, stellt sicher, dass ihr es so schnell wie möglich löscht und dann eine erneute Überprüfung anfordert.

Richtlinienverstöße

Google verfügt über eine Reihe von Richtlinien, um Menschen vor schädlichen Inhalten zu schützen. Dazu gehören nicht jugendfreie Inhalte, Websites mit Bezug zu Terrorismus und so ziemlich alles, was ihr als geschmacklos und schädlich empfinden würdet. Wenn ihr eine Website mit nicht jugendfreien Inhalten oder etwas Ähnlichem besitzt, solltet ihr die Richtlinien sehr genau befolgen, um sie vor Schwierigkeiten zu schützen

Beheben einer Google Penalty

Jetzt haben wir über Abstrafungen gesprochen – doch wie können wir diese beheben? Glücklicherweise ist dies, wenn es sich um euren ersten Verstoß handelt, mit Hilfe den Google Webmaster Tools, insbesondere der Google Search Console, ziemlich einfach. Stellt zuallererst sicher, dass ihr die aufgetretenen Probleme behoben habt. Reicht dann einen Antrag auf eine erneute Überprüfung ein.

Beachtet hierbei unbedingt: Im Falle von „Serientätern“ ist die Suchmaschine nicht nachsichtig. White Hat SEO-Techniken sind nach eurem Verstoß das Mittel der Wahl. Andernfalls riskiert ihr dauerhafte Abstrafungen, die darin enden können, dass ihr eure Website von Grund auf neu aufbauen müsst.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Antrag auf Wiedererwägung nur für manuelle Abstrafungen funktioniert, nicht für Strafen des Google Algorithmus.

Seid ihr von einer Abstrafung betroffen?

Wenn ihr Probleme mit Abstrafungen habt oder eure Website nicht so performt, wie sie sollte, nehmt Kontakt mit uns auf. Wir haben ein Team von talentierten SEO Consultants, die euch mit dem richtigen Know How dabei helfen können, eure Website wieder auf Kurs zu bringen.

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