searchmetrics email facebook github gplus instagram linkedin phone rss twitter whatsapp youtube arrow-right chevron-up chevron-down chevron-left chevron-right clock close menu search
18591859

Komplexe Seitenstruktur: Multilingual meets Multi regional

Man muss diese beiden Begriffe zunächst auseinander definieren: Wenn von „Multilingual“ die Rede ist, sind Webseiten gemeint, die in einem einzigen Land erscheinen – aber in verschiedenen Sprachen. Vor allem unsere Schweizer Freunde wissen, was ich meine. Und „Multi regional“ bedeutet, dass in verschiedenen Ländern eine Seite mit einer oder mehreren Sprache erscheint.

sprachenBeides hat seine Hürden beim Aufbau der Seitenstruktur – was aber, wenn beides gleichzeitig erledigt werden muss? Diese Frage hat ein User im Webmaster Forum bei Google gestellt. Er sucht nach einer idealen Struktur, mit der er Google durch verschiedene Länderseiten in zusätzlich unterschiedlichen Sprachen führen kann.

Konkret geht es in diesem Fall um die Auftritte von DJs. Der Seitenbetreiber möchte erreichen, dass sich ein Spanier auf der deutschen Seite über Auftritte von Paul Oakenfold in Berlin informieren kann – und zwar auf Spanisch. Alles klar? Die Lösung, die er dafür vorschlägt, ist eine Unterscheidung nach Ländern per Subdomain und die Sprachen per Verzeichnis. Also:

  • Deutsch auf der deutschen Seite: de.domain.com/de/
  • Englisch auf der deutschen Seite: de.domain.com/en/
  • Deutsch auf der englischen Seite: en.domain.com/de/

Nun hat er aber Sorge, ob manche Inhalte (z.B. ein Interview mit Paul Oakenfold – also regional unabhängiger Content) denn möglicherweise in Gefahr sei, als Duplicate Content eingestuft zu werden. Denn schließlich steht derselbe Text auf verschiedenen Subdomains.

Im Webmaster Forum meldete sich dazu der Googler John Mu zu Wort und sagte sinngemäß: Eigentlich sollte das kein Problem sein, aber es wäre gut, eine „preferred“ Version des Inhalts auszusuchen und auf diese ein Canonical-Tag der anderen Seite zu setzen.

Na klar, das könnte man ja einfach machen: Der deutsche Text soll auf der deutschen Seite gefunden werden, schicken wir also von der englischen Subdomain ein Canonical über die Grenze.

Unnötiges „Deklassieren“ von Content?

Doch da ist dem Amerikaner die komplexe europäische Sprachkultur nicht ganz eingängig, scheint mir. Denn wenn ich das Interview mit dem DJ in Deutschland, Schweiz und Österreich veröffentlichen möchte – soll ich denn wirklich von den Alpenländern nach Deutschland canoniceln und mir dort eine Chance verbauen? Wohl eher nicht!

Was bei dieser Antwort meiner Meinung nach fehlt: John Mu geht nicht auf die Google Webmaster Tools ein. Diese bieten doch die Möglichkeit, den Inhalt einer kompletten Subdomain einem Land zuzuordnen. Und genau das ist ja das Problem: Wenn der gleiche Inhalt einmal Österreich und einmal Deutschland zugeordnet wird, kann Google das ja ganz gut unterscheiden. Wenn es andere Erfahrungen unter den Lesern gibt, würde mich das interessieren.

Damit wäre also auch die komplexeste Mulitlingual-Struktur auf multi-regionalen Seiten gut in den Griff zu bekommen:

  • Länderseiten mit Subdomains unterscheiden,
  • Sprachversionen mit Verzeichnissen unterscheiden,
  • in den Google Webmaster-Tools entsprechend die Einstellungen für die Subdomains treffen.

Man kann natürlich auch versuchen, die Struktur zu vereinfachen und ohne die Subdomains arbeiten. Das macht die interne Verlinkung etwas komplexer – aber es wird möglich sein, jeden Inhalt wirklich nur einmal zu veröffentlichen. Doch das war ja nicht der Inhalt der Frage ;-)

So, und wer sich jetzt immer noch die Frage stellt, wer eigentlich dieser Paul Oakenfold ist. Hier die Antwort: