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Crashkurs Conversion-Optimierung: So wird eure Website zum Conversion-Garant

Ihr seid SEO-seitig gut aufgestellt und dank guten Google Rankings erreichen mehr und mehr Besucher eure Website? Wenn jedoch trotz hohem Traffic Besucher nicht zu Käufern werden und erhoffte Umsätze ausbleiben, solltet Ihr euren Conversion-Prozess auf die Probe stellen.

In der Session „Crashkurs Conversion-Optimierung” liefern Michael Schmid, Head of SEO & Conversion-Optimierung bei Biz2byte, und Marcus Pentzek, Chief SEO Consultant bei Searchmetrics, wertvolle Impulse für Einsteiger. Ihr erfahrt, auf welche Aspekte es wirklich ankommt und mit welchen praktischen Tipps und Tricks, ihr eure Website Conversions nachhaltig steigert.

Die Insights der Session auf einen Blick:

  • Wie ihr das Umsatzpotenzial eurer Website voll ausschöpft
  • Wie ihr Leads und Abschlüsse erhöht
  • Welche Maßnahmen direkt einsatzbereit sind

Unsere Experten:

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Michael Schmid
Head of SEO & Conversion-Optimierung

Biz2byte

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Marcus Pentzek
Chief SEO Consultant

Searchmetrics

 

Ihr habt die Session “Crashkurs Conversion-Optimierung“ verpasst? Kein Problem, lasst euch die Aufzeichnung einfach per E-Mail zusenden!

Zur on Demand Session

Fragen aus der Session „Crashkurs Conversion-Optimierung“

Während der Session wurden von den Teilnehmern Fragen eingereicht, die unsere Experten nachfolgend beantwortet haben. Eure Frage ist nicht dabei? Kein Problem – hinterlasst diese einfach als Kommentar unter diesem Beitrag.

Warum ist der Warenkorb mit CRO höher?

Michael: Bei der Conversion-Rate-Optimierung schauen wir uns in einem Shop immer auch an, wie hoch der Warenkorb aktuell ist und welche Maßnahmen sich zur Steigerung eignen. Da viele Shops mit Standardsystemen aufgesetzt sind und nicht optimiert wurden, bleibt hier viel Potenzial ungenutzt. Gängige Ansätze zur Optimierung bzw. für AB-Tests sind:

  • Up-Selling: Wenn der User ein Produkt in den Warenkorb legt, können wir z. B. ein höherwertiges Produkt oder Dienstleistung anbieten.
  • Cross-Selling: Wir bieten auf der Produktseite, im Warenkorb oder Checkout-Prozess passende weitere Produkte und Zubehör zu den Produkten im Warenkorb an.
  • Paketpreise: Wenn ein User z. B. ein Bundle von vier Produkten kauft, profitiert dieser von einer Preisersparnis gegenüber dem Einzelkauf.
  • Rabatte: Beim Kauf mehrerer Einheiten eines Produkts wird ein Rabatt gegeben (z. B. 20% Rabatt beim Kauf von fünf statt vier T-Shirts).
  • Coupons: Ab einem bestimmten Einkaufswert, wird ein Rabatt-Gutschein aktiviert.

Ab wie vielen Usern sind A/B Tests statistisch signifikant?

Michael: Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie viele User für ein statistisch signifikantes Ergebnis notwendig sind, hängt von mehreren Faktoren ab.

Wenn eure aktuelle Conversion Rate z. B. bei 5 Prozent liegt und eine relative Verbesserung von 20 Prozent gemessen werden soll (= Steigerung der CR von 5 Prozent auf 6 Prozent), benötigt ihr für eine statistische Signifikanz von 95 Prozent insgesamt 13.000 User.

Am besten nutzt ihr einen AB-Test Rechner, wie z. B. den von AB Tasty.

Hier gebt ihr alle notwendigen Infos ein und erhaltet die erforderliche User-Anzahl bzw. Stichprobengröße, die ihr pro Variante für ein signifikantes Ergebnis benötigt.

Gibt es von eurer Seite eine grobe Einschätzung was “Zu wenig Traffic” ist?

Michael: Wie bei der vorherigen Frage kommt es natürlich auch hier wieder auf die Situation an. Als Faustregel gilt aber: Traffic von unter 1000 Besuchern am Tag kann problematisch werden, da sich die Testdauer deutlich erhöht.

Schauen wir uns das Beispiel von oben nochmal an: Wir benötigen 13.000 User auf unserer Seite für ein signifikantes Ergebnis.

Bei 1000 Usern / Tag dauert der Test 13 Tage. Mit solchen Zeiträumen lässt sich noch gut arbeiten.

Wer dagegen nur 200 User / Tag auf seiner Seite hat, muss 65 Tage auf ein signifikantes Ergebnis warten. Eine laufende CRO macht so kaum Sinn. In dieser Situation empfehle ich (1) an der Traffic-Steigerung zu arbeiten und (2) in der Zwischenzeit auf Quick-Wins und Heuristiken zu setzen.

Kann Google Optimize Eye Tracking Daten liefern (Perception Maps wie EyeQuant)?

Michael: Google Optimize liefert keine Eye-Tracking-Daten.

Marcus: So wie ich EyeQuant verstehe, bieten sie keine echten Eye-Tracking-Daten, sondern versuchen basierend auf echten Eyetracking-Daten anderer Websites, unter Einsatz von Machine Learning, Interpretationen zu liefern, wie eure Website wahrscheinlich wahrgenommen wird.

Auf jeden Fall sind das mega-spannende Daten – aber eben keine “echten” Eyetracking-Daten eurer Website.

Google Optimize wird euch hingegen eher Ergebnisse liefern, die gegen von euch gesetzte Ziele gemessen werden (also wird Button X in grün oder rot besser geklickt, schaffen es in Version B mehr hochpreisige Artikel in den Warenkorb als in Version A, welche Version führt zu mehr Verkäufen, …).

Ich würde an dieser Stelle nicht entweder oder wählen, sondern sowohl als auch, um sowohl eure User Experience und als Resultat auch die Conversions zu optimieren.

“Vertrag für Google Analytics/Optimizer”. Ist dieser Vertrag unabhängig von den Nutzungsvereinbarungen? Woher erhält man diesen?

Michael: Optimize ist Teil von Analytics und damit mit dem Zusatz zur Datenverarbeitung schon abgedeckt, der in den Kontoeinstellungen von Analytics zu finden ist.

Hallo Michael, ein wirklich spannender Vortrag! Welche Seite oder Seiten findest du unter dem Aspekt Usability und Conversion-Optimierung persönlich super?

Michael: Super finde ich Zalando, deswegen haben es auch so viele Beispiele in die Session geschafft ;) Zalando hat ein klares Design mit guter Orientierung und Nutzerführung und testet immer wieder neue Varianten, um die Conversion Rate zu steigern. Ich schaue immer mal wieder rein, um zu sehen, ob ich etwas Neues entdecken kann.

Ansonsten finde ich einfache Case Studies von Optimierungsprojekten spannend. Neil Patel hat aus verschiedenen Quellen zum Beispiel 100 CRO Case Studies zusammengetragen und mit Vorher-Nachher Vergleich in einem Post veröffentlicht.

Gibt es Quellen zu den vielen Studien, die angesprochen wurden?

Michael: Der Einfachheit halber würde ich an der Stelle auf das Buch “PsyConversion” von Philipp Spreer verweisen. Das Buch umfasst 101 Behavior Patterns, mit Quellenverweis zu den jeweiligen E-Commerce Studien. Ein super Nachschlagewerk für die Praxis.

Sollte man auf einer Kontaktformular-Seite auch eine zweite Option neben “Abschicken” anbieten? Ich denke, dass es eher vom eigentlichen Abschicken der Kontaktanfrage ablenkt, wenn der User auf die andere Option klickt und dann ggf. die Seite verlässt.

Michael: Auf dem Weg zu einer Conversion möchten wir User immer auf unserer Seite halten, egal in welcher Phase der Customer Journey er oder sie sich gerade befindet. Ein sinnvoller (!) zweiter Button, der z. B. zu mehr Infos führt, kann hier den Ausstieg verhindern.

Sobald wir die Person aber auf unserer Abschluss-Seite haben (z. B. Kontaktformular-Seite oder der letzten Seite eines Bestellprozess), wollen wir einen Fokus setzen und ganz klare Orientierung geben. Wie du schreibst, würde ein zweiter Button von unserem Ziel – der Conversion – ablenken. Daher würde ich auf einer Kontaktformular-Seite im Normalfall keinen Sekundär-Button anbieten, sondern alles auf den Primär-Button konzentrieren.

Empfiehlt sich ein Chat / Chatbot auf Produktseiten oder im Checkout?

Michael: Chatbots haben enormes Potenzial für die Conversion-Rate-Optimierung, vor allem, wenn User noch in der Auswahlphase oder auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind. Deswegen sehe ich Chatbots eher z. B. auf der Startseite, Kategorie- und Produktseiten als im Checkout. Um sicher zu sein, müsste man das aber natürlich erst testen. Wichtig für den Erfolg eines Chatbots ist, dass der Bot wirklich hilfreich für den User ist und Aufwand reduziert. Ein schlecht programmierter Bot oder eine schlechte Conversational AI werden der Conversion Rate eher schaden, da sie den Nutzer frustrieren, statt zu helfen.


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