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Big Data in SEO (4): Pick the Keyword-Cherries

Big Data in SEO (4): Pick the Keyword-Cherries

In der Artikelserie „Big Data in SEO“ führe ich durch die sieben Themen, die für Enterprise-SEO wichtig sind. In diesem Teil geht es um die Keywords, oder besser gesagt: um die tief hängenden Kirschen.

Das größte Problem für große Webseiten ist nicht, für die richtigen Keywords überhaupt zu ranken, sondern diese zwischen den zahllosen anderen Keywords zu identifizieren und alle Kraft darauf zu lenken.

Ein kleiner Webshop ist schnell für mehrere Hundert Keywords in den Google Suchergebnissen zu finden – ein Nachrichtenportal dagegen  auch mal für eine Million Keywords! Da macht es wenig Sinn, diese Zahl sogar noch zu erhöhen oder gar zu versuchen, mit all diesen Keywords auf eine Top-Position zu kommen. Nein: Es kommt darauf an, die richtigen Keywords zu identifizieren und daran zu arbeiten.

1. Schritt: Die richtigen Keywords

Wofür möchtest Du ranken? Oder, besser gefragt: Was sind die Keywords, mit denen Du Deinen Umsatz anfeuern kannst? Die erste Regel dazu lautet: Achte nicht nur darauf, was Du den Leuten verkaufen möchtest – sondern fokussiere Dich auf die Dinge, nach denen die User suchen. Doch diese Regel kennst Du sicher schon.

Die zweite Regel lautet: nutze Big Data!

Schon die Standard-Keyword-Recherche in der Searchmetrics Suite leistet hierbei mehr, als Du bisher gewohnt bist.

Keyword-Recherche öffenen, Keyword eingeben: Fertig!
Keyword-Recherche öffnen, Keyword eingeben: Fertig!

In dieser Tabelle findest Du reichlich Daten für die richtige Keyword-Auswahl:

  • Das Suchvolumen zeigt den Weg zu den „starken“ Keywords. Das sind manchmal zwar nicht unbedingt die besten Suchbegriffe, aber dazu später. Auf jeden Fall sind Keywords ohne relevantes Suchvolumen meist nicht sonderlich attraktiv.
  • Der CPC zeigt an, wie viel diese Keywords „wert“ sind. Und zwar in den Google AdWords. Das heißt auf der einen Seite: Wenn man den Traffic nicht per SEO sondern per SEA einkaufen möchte (oder muss), dann würde pro Besucher dieser Preis fällig. Die Summe zeigt auch die Spalte „Anzeigenbudget„. Auf der anderen Seite zeigt dieser Preis auch den Wert einer erreichten Platzierung an. Wenn Du für ein Keyword mit einem CPC von 1 Euro etwa 5.000 Besucher pro Monat bekommst, ist dieser Traffic 5.000 € wert!
  • Die Universal Search Integrationen zeigen Dir gleich mehrere Handlungs-Optionen. Mit kleinen Icons findest Du ganz schnell alle Keywords mit einer News-Integration. Oder mit Images, Videos, Maps oder einem Shopping-Snippet. Siehst Du ein Bild oder ein Video, dürfte es sich lohnen, selbst mit einem solchen zu ranken. Die News-Integration ist ein Zeichen dafür, dass es sich um ein aktuelles Thema handelt – also Freshness helfen kann. Und die Shopping-Integration ist ein sehr klares Indiz dafür, dass Google der Meinung ist, bei dem Keyword handelt es sich um ein „Produkt“. Und hier haben in der Regel nur Shops und Kaufberatungen eine Chance.
  • Das Suchvolumen Spreading zeigt den Verlauf des Interesses an dem Keyword in den nächsten zwölf Monaten an. Hier entscheidet sich also, ob eine Optimierung des Keywords sofort oder erst später begonnen werden sollte.

Selbstverständlich gibt es diese Daten auch per API oder in CSV-Download. Sogar eine direkte Anbindung an die Warenwirtschaft ist also möglich. Wozu das gut sein sollte? Ganz einfach: Nur Du kannst sagen, wie viel Geschäft Du mit welchem Keyword wirklich machen kannst. Wenn Du aber die Searchmetrics-Daten mit DEINER Marge und/oder DEINER Conversion für diese Suchbegriffe multiplizierst, führt Dich das Ergebnis direkt zu dem zu erwartenden wirtschaftlichen Erfolg. Und danach sollte man sich immer richten.

2. Schritt: den Workflow anpassen

Es lohnt sich also, die „Wunsch-Keywords“ in der Searchmetrics Suite zu hinterlegen, um in Zukunft daran zu arbeiten. Und genau das führt uns zu mehreren regelmäßigen Workflows, die unser Ranking jede Woche besser machen. Einer dieser Workflows basiert knallhart auf dem jeweils aktuellen Potential der Suchbegriffe.

Hier kommen in der Ranking-Analyse der hinterlegten Keywords unsere detaillierten Filter zum Einsatz: In diesem Beispiel habe ich nach allen Keywords gesucht, mit denen diese Seite (New York Times) auf den so genannten „Schwellenpositionen“ zwischen 11 und 20 rankt UND die im Vergleich zur Vorwoche gestiegen sind.

Die Filter der Ranking-Analyse sind extrem flexibel.
Die Filter der Ranking-Analyse sind extrem flexibel.

Wieso gerade diese Filter? Nun: Mit diesen Keywords ist die nytimes.com in einer Aufwärtsbewegung, aber (noch) nicht im sichtbaren Bereich. Es braucht also nur noch einen kleinen Schub-Beschleuniger und schon kommen wir für ausgesuchte und wirklich attraktive Keywords in den sichtbaren Bereich? Alles klar?

Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer Strategien, um die jeweils attraktivsten Suchbegriffe zur Optimierung heraus zu suchen. Deiner Kreativität ist dank der schnell einzustellenden Filter keine Grenze gesetzt.

3. Machbarkeit definieren

Du stellst Dir die Frage, was ein solcher Schub-Beschleuiger sein könnte? Hier kommt die Antwort: Auch diesen finden wir in der Searchmetrics Suite. Und zwar nicht nur diesen. Werfen wir einen Blick in die Keyword Optimization:

Eine Auswahl der Keyword-Optimization.
Eine Auswahl der Keyword-Optimization.

Auch hier habe ich der Einfachheit halber einen Filter eingeschaltet. Hier sind externe Brands zu finden, für die die New York Times rankt ‒ aber noch großes Traffic-Potential hat. Und zwar ist das in der rechten Spalte zu erkennen. Der Keyword-Score ist nicht bei allen Seiten grün ‒ es gibt also Verbesserungspotential beim Keyword-Targeting. Das kann in der Keyword-Verwendung auf der Seite oder in der internen Verlinkung liegen. Hierzu mehr in einem weiteren Beitrag dieser Serie. Nur eines: Für eine große Seite ist es nicht mehr besonders schwer, für ein Keyword zu ranken ‒ wenn man es einmal gefunden hat.

Extra-Tipp: den direkten Wettbewerber outranken

Eine manchmal sinnvolle Strategie, genau die richtigen Keywords zu finden, ist der direkte Vergleich mit dem schärfsten Wettbewerber. Direkt auf der Übersicht im Research-Bereich kann die Domain eines Konkurrenten eingegeben werden. In dem Wettbewerb-Vergleich finden sich dann die „gemeinsamen“ Keywords, also die Suchbegriffe, für die beide Domains zu finden sind. Das Schöne daran: Diese Tabelle lässt sich natürlich spaltenweise sortieren (oder natürlich auch exportieren, um diese Auswertung in einem eigenen Tool oder in Excel vorzunehmen).

Zeile für Zeile direkter Vergleich zweier Wettbewerber.
Zeile für Zeile direkter Vergleich zweier Wettbewerber.

Schnell sind also die Keywords gefunden, für die der Wettbewerber viel Traffic bekommt – aber unsere Seite nicht. Sind dies auch für uns attraktive Suchbegriffe, lohnt sich die Arbeit an diesen Seiten. Oder vielleicht stoßen wir auch dadurch auf einen ganzen Themenbereich, den wir bisher nicht ausreichend im Fokus hatten? Wie auch immer: Diese Tabelle ist immer einen Blick wert.

Keyword-Recherche: Effizient und nicht nur effektiv

Alles klar? Im Big-Data-SEO geht es nicht nur um Effektivität, also die Dinge richtig und schnell zu machen. Es geht vor allem um Effizienz, also darum, die richtigen Dinge zu tun. Nur dann erfolgt der Einsatz unserer Ressourcen wirtschaftlich sinnvoll. Eine umfassende Keyword-Analyse mit Blick auf die möglichst tief hängenden Früchte gehört auf jeden Fall dazu.

Nächste Woche berichten wir über: Performance verbesserm: Die technische Optimierung.

Serie: Wie Top-Unternehmen mit Big Data im SEO umgehen

Auf unserer Website kannst Du jetzt auch das komplette eBook mit den unten folgenden Kapiteln erhalten. Jetzt herunterladen!

  1. Produktivität fördern: Internationale Teams und Agenturen steuern. Große Datenmengen benötigen eine sehr feine Rechteverteilung. Einerseits aus datenschutzrechtlichen Gründen. Aber auch aus Qualitäts-Gründen: Denn wenn jeder machen kann, was er will, ist am Ende nicht mehr klar, was im großen Big-Data-Topf drin ist. Mit der Suite lassen sich diese Aufgaben dank der Rechteverwaltung sehr einfach und übersichtlich lösen.
  2. Schnelle Übersicht: Strukturiert verschiedene Kampagnen steuern. Große Unternehmen verfolgen jederzeit mehrere Ziele gleichzeitig. Diese Ziele können über die Funktionen der Searchmetrics Suite einzeln verfolgt werden. Dazu gehört das Tagging und Multi-Tagging. Aber auch jeder Report und sogar jedes Chart kann angepasst und automatisiert werden.
  3. Wettbewerb beobachten: Lerne von der Konkurrenz. Die größte Überraschung im Online-Marketing ist manchmal der Wettbewerb. Denn wer Offline zu unserer Konkurrenz zählt, ist online möglicherweise nur eine Randerscheinung während die Offline-Partner sogar die härtesten Wettbewerber sind. Wir liefern auf gleich mehreren Datenpools das jeweils richtige Umfeld.
  4. Pick the Cherrys: versteckte Potentiale nutzen. Nicht immer lohnt es sich, an den Keywords mit dem größten Suchvolumen zu arbeiten. Eine wichtige Rolle spielen der Wettbewerb, die Universal Search und schon vorhandene Rankings.
  5. Performance verbessern: Die technische Optimierung. Bei einer großen Seite geht selbst dem besten SEO der Überblick verloren. Wir crawlen jede Seite und liefern Fehlerseiten und Optimierungs-Potential für Keywords.
  6. Return On Invest: Auf die Conversion achten. Am Ende geht es ums Geld. Lohnt sich eine PPC-Kampagne oder soll das Budget doch lieber in eine SEO-Optimierung wandern? Was lohnt sich mehr? Wir liefern Zahlen für diese Entscheidung.
  7. Prozesse optimieren: Zeit und Geld sparen. Der eine Mitarbeiter im Team braucht einen täglichen Report, der andere eine monatliche Zusammenfassung. Unsere Reports sind extrem flexibel, vielsagend und werden mit wenigen Klicks zusammengebaut.

Ihr seht: Es gibt viel zu tun. Big Data ist weder ein Marketing-Hype noch ein einfacher Blick in eine mit Daten gefüllte Glaskugel. Big Data ist eine notwendige und effektive Arbeitsweise, die einfach zum Enterprise-SEO gehört und die gelernt werden muss. Wir helfen dabei.