Wie ihr Low-Hanging-Fruits mit einem SEO-Dashboard findet

20. September 2018 | SEO Kennzahlen 2 Kommentare

Wenn ihr den Erfolg eurer SEO-Kampagnen in eurem Unternehmen reporten wollt und eine datengetriebene SEO-Strategie entwickeln wollte, braucht ihr aussagekräftige Zahlen. Wie ihr entsprechende Dashboards kreiert, die am besten den Brand-Traffic als auch den Non-Brand-Traffic dezidiert aufschlüsseln und euch das Umsatz-Potenzial sowie die Low-Hanging-Fruits ausweisen, zeige ich euch in diesem Beitrag. Ich bin Felix Oey und helfe unseren Kunden als Senior SEO Consultant in der Searchmetrics Digital Strategies Group dabei, Content entsprechend der Nutzerbedürfnisse zu optimieren, um damit in der organischen Suche noch besser zu performen.

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Wozu braucht ich (mehrere) SEO-Dashboards?

Zunächst möchte ich euch die 5 wichtigsten Gründe für die Erstellung von SEO-Dashboards nennen. Ihr solltet euch Dashboards anlegen, um …

  1. … mit eurer SEO-Kampagne durchzustarten
  2. … euren aktuellen Brand & Non Brand-Status zusammenzufassen
  3. … euch zu zeigen, welcher Bereich das größte Potenzial hat
  4. … Lücken auf eurer Website aufzudecken
  5. … euch besser mit Konkurrenz-Websites vergleichen zu können

Das Reporting des SEO-Traffics in zwei Dashboard-Rubriken zu unterteilen, macht aus unterschiedlichen Gründen Sinn. Denn der Brand-Traffic zeigt vor allem, wie stark die Brand Awareness ist. Dieses Dashboard ist wichtig, um die Positionierung eurer Marke sowie einen Vergleich mit euren Konkurrenten darzustellen. Ebenfalls kann dies eine Entscheidungshilfe über die Budgetverteilung von Brand-/Non- Brand Kampagnen sein.

Doch wie viele User über die Google-Suche nach eurer Brand auch auf die Homepage oder entsprechende Landingpages kommen, ist ein gemeinsamer Erfolg des gesamten Unternehmens. Denn für die Brand-Bekanntheit sind viele Abteilungen gemeinsam verantwortlich, vom Marketing bis hin zum Customer Service.

Dagegen gibt erst der Non-Brand-Traffic darüber Aufschluss, wie gut eine SEO-Kampagne funktioniert hat, wie ihr in Suchergebnissen für generische Anfragen aufgestellt seid und wie ihr hier gegen die Konkurrenz bei Google & Co. performt.

Was sind Brand- bzw. Non-Brand-Suchanfragen?

  • Brand-Suchanfragen sind alle Suchanfragen, die eure Marke mit allen Synonymen enthält, etwa „handy kaufen amazon“.
  • Non-Brand-Suchanfragen sind generische Suchanfragen ohne ihre Marke, etwa „handy kaufen“.

How-to-Video zur Brand- vs. Non-Brand-Dashboard

Für alle audiovisuellen Typen gibt es hier auch die Aufzeichnung des Webinars zum Thema. Darin stellen mein Boss Björn Beth, Director der Searchmetrics Digital Strategies Group, und mein Kollege Lukas Krawieczek, Senior SEO Consultant bei Searchmetrics, die Erstellung von unterschiedlichen SEO-Dashboards vor. Hier könnt ihr euch das Video anschauen:

Beispiele für Dashboards

Für diesen Business Case habe ich die Website webmasters.googleblog.com gewählt. Die Grunddaten habe ich aus der Searchmetrics Research Cloud gezogen. Dazu habe ich einfach die Domain eingegeben, das Land – in diesem Fall „US“ – ausgewählt und anschließend über den Reiter „Rankings“ mir alle Keywords anzeigen lassen. Diese Liste lade ich mir als CSV-Datei runter.

Danach habe ich mir aus anderen Tools und Quelle weitere relevante Daten dazu gepackt. So muss ich etwa definieren, welche Synonyme ich als Brand-Keywords klassifizieren möchte – hier habe ich mich neben dem korrekten Haupt-Keyword „Google auch für „Googles“ und „Googl“ entschieden. Weitere Daten habe ich aus der Search Console herausgezogen, etwa die Click-Through-Rate für meine rankenden Keywords. Weitere Quellen sind mein Adwords-Reporting oder – etwa zur Bestimmung des SEO-Umsatzes und des entsprechenden Potenzials – die Warenkorb- und Conversion- Daten aus meinen Shop-Daten. Das Gesamt-Dashboard sieht wie folgt aus:

Jetzt stelle ich euch die einzelnen Bereiche des Dashboards genauer vor:

Monatliche Einnahmen und Ersparnisse durch SEO

Diese Übersicht gibt den Wert der Einnahmen und Ersparnisse durch den organischen Suchmaschinen-Traffic an. Die Berechnung erfolgt aus Suchvolumen, CTR, Conversion Rate, Warenkorb und Ranking-Position.

Potenzial-Analyse nach Brand und Non-Brand-Keywords

In diesem Dashboard habe ich die Zahl der jeweiligen Keywords, meine Ranking-Position, das aggregierte Suchvolumen, den aktuellen Traffic sowie das Traffic Potenzial hineingepackt. Abschließend gibt’s im Share of Queries eine Angabe darüber, wie viel Prozent meines Traffics aus dem Brand-Bereich stammen – und wie viel Prozent Non-Brand sind. Daraus kann ich besser ableiten, in welchem Segment sich eine Optimierung lohnt: Habe ich z.B. mein Traffic Potenzial im Brand-Bereich schon fast ausgereizt, sollte ich versuchen, im generischen Keyword-Bereich besser zu werden, etwa durch die Weiterentwicklung bestimmter Website-Verzeichnisse. Bin ich im Non-Brand gut aufgestellt, sollte ich über Content-Marketing-Maßnahmen oder Out-of-Home-Kampagnen versuchen, die Brand Awareness zu erhöhen.

SEO-Optimierungspotenziale aufdecken

Jetzt wird es granularer – dieses Detail-Dashboard enthält die vorigen Daten, aufgesplittet in drei Bereiche:

  • Brand-Queries, für die ich schlechter als auf Position 1 ranke
  • Non-Brand Queries, für die ich auf der ersten SERP ranke.
  • Non-Brand Queries, für die ich schlechter als Position 10 ranke.

Hier ist – neben Suchvolumen und Traffic Index – auch das Potenzial an möglichem Umsatz angegeben. Damit kann ich vor allem im Non-Brand-Bereich schneller meine Low-Hanging-Fruits erkennen und schneller Erfolge erzielen.

Expertentipps: Verzeichnisse & Wettbewerber prüfen

  • Verzeichnisse prüfen: Wenn ihr noch SEO-Budget übrig habt und schnell abschöpfen wollt, könnt ihr euch ebenfalls noch die Performance eures Shop auf Verzeichnis-Ebene anschauen. Jetzt könnt ihr die Daten, die wir zuvor nach Brand- vs. Non-Brand-Keywords geclustert haben, im neuen Kontext betrachten. Auch hier kann schnell das Potenzial an möglichem Umsatz ermittelt werden. Entsprechend kann in kommenden Sprints das Verzeichnis mit dem größten Potenzial ausgebaut werden.
  • Wettbewerber prüfen: Da die Daten auf der Searchmetrics Research Cloud basieren, kann ich diese Analyse auch für Konkurrenz-Websites durchführen. In unserem Beispiel habe ich webmasters.googleblog.com mit dem Blog von Bing (blogs.bing.com) verglichen, um durch die Analyse der Konkurrenz-Keywords die Themenfindung für die eigene Website-Erweiterung voranzubringen.

Take-Aways

  1. Identifizierung von Potentialen innerhalb eurer Website
  2. Vergleich des Status Quo eurer Brands mit eurer Konkurrenz und dem Markt
  3. Identifizierung eurer low-hanging-fruits
  4. Daten zur Steuerung und Ausrichtung eurer SEO Strategie

Ich hoffe, dass euch dieser Kurzabriss der Erstellung und des Nutzens für SEO-Dashboards weitergeholfen hat. Wenn ihr Detail-Infos und weitere How-to-Praktiken kennenlernen möchtet, empfehle ich euch das Webinar-Video in ganzer Länge – oder fordert von unserer Digital Strategies Group ein einen Content Audit an:

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Hi! Mein Name ist Felix Oey und ich bin Senior SEO Consultant in der Searchmetrics Digital Strategies Group. Ich helfe unseren Kunden dabei, in der organischen Suche besser zu performen. Mein Fokus liegt auf der Strategieberatung, technischem SEO und Internationalisierung. Ihr könnt mich auch via Linkedin kontaktieren, oder unter diesem Beitrag kommentieren.
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Kommentare (2)

  1. 21. Sep. 2018 09.52 Uhr

    Hallo Felix,

    wie trackt ihr den Traffic Brand vs. Non-Brand ? Aus Google bekommt ihr ja – außer ihr geht den Umweg der GSC über Url-Ebene und davon die Keywords – keine Info.

  2. 26. Sep. 2018 10.00 Uhr

    Hallo Carola, ich antworte an Felix‘ Stelle: Das ist eine Frage des vorigen Setups. Für die Dashboard-Erstellung wurden aus den Searchmetrics-Daten alle Keywords gezogen und anschließend nach Brand-Gesichtspunkten gefiltert. Also: Brand mit und ohne TLD, Falschschreibungen, kombinierte Brand- und Produkt-Suche – wo ihr die Grenze zieht, bleibt natürlich euch überlassen. VG, Jan.

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