Medien Ranking-Faktoren: So verbreitet ist AMP in mobilen Google-Ergebnissen

26. September 2017 | Analysen 1 Kommentar

Mit den Medien Ranking-Faktoren legen wir von Searchmetrics die nächste branchenspezifische Analyse der wichtigsten Einflussfaktoren für eine gute Platzierung in den Google-Ergebnissen vor. Dabei haben wir erstmals untersucht, wie verbreitet das pfeilschnelle AMP in den für Medien relevanten Keywords für die mobilen Suchergebnisse ausfällt.

Medien-Ranking-Faktoren, Searchmetrics

Ranking-Faktoren im Medienbereich

Während die allgemeinen Ranking-Faktoren lediglich als orientierender Benchmark für die Bewertung der Onpage- bzw. Offpage-Optimierung von Websites dienen können, sind branchenspezifische Analysen deutlich aussagefähiger. Der nachfolgende Ausschnitt der Infografik zeigt die wichtigsten Ranking-Faktoren im Medienbereich sowie den Vergleich zum Benchmark der allgemeinen Faktoren – per Klick geht’s zur kompletten Infografik und zum Whitepaper!

Medien-Ranking-Faktoren-Infografik-Vorschau

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Das Keyword-Set für die Medien-Ranking-Faktoren besteht aus Suchbegriffen verschiedener Bereiche. Einen großen Anteil machen Keywords aus, die insbesondere für Publisher interessant sind – wie etwa: „Aktuelle Nachrichten“ oder „Wetter Europa„. Gleichzeitig umfasst unser Verständnis von Medien auch soziale Netzwerke wie Facebook, Plattformen wie YouTube, Mail-Anbieter wie gmx.de oder t-online.de sowie Content Marketing von Brands, etwa in Form von Blogs oder Online-Magazinen.

Testimonial-HenningBeese-MedienRF-Searchmetrics

Analyse: AMP-Verbreitung bei Google.de

Erstmals hat Searchmetrics im Rahmen dieser Ranking-Faktoren-Studie die Verbreitung von AMP in den mobilen Sucheergebnissen untersucht. AMP steht für die Accelerated Mobile Pages – ein Open-Source-Framework, dessen Fokus auf kurzen Ladezeiten auf Mobilgeräten liegt. Im Searchmetrics Glossar findet Ihr mehr zu AMP inklusive Hintergrund- und Technik-Informationen. Wir haben die AMP-Verbreitung für drei verschiedene Keyword-Sets untersucht:

  • AMP-Verbreitung für die allgemeinen Ranking-Faktoren.
  • AMP-Verbreitung für die Medien-Ranking-Faktoren.
  • AMP-Verbreitung für Publisher als Unterkategorie dieser Medien-Ranking-Faktoren, unterteilt in die AMP-Verbreitung in den organischen Ergebnissen und in den News-Integrationen.

Zu erwarten ist, dass mit zunehmender Spezialisierung des Keyword-Sets – und damit der Branche – die AMP-Integration steigt. Insbesondere bei Publisher-Websites dürfte der AMP-Anteil besonders hoch sein, da Google das AMP-Format zu Beginn im Frühjahr 2016 nur innerhalb von Google-News-Widgets innerhalb der Universal Search integriert hat – der Rollout von AMP-Seiten in den organischen Ergebnissen erfolgte erst später im September 2016.

Das sind die Ergebnisse:

AMP-Medien-Ranking-FaktorenDie Werte geben den Anteil der organischen AMP-Suchergebnisse auf der ersten Suchergebnisseite an – für Suchen mit Mobilgeräten bei Google.de. Nachfolgend die Ergebnisse in der zusammenfassenden Erklärung.

  • Inzwischen liegt der branchenübergreifende Benchmark von AMP-Integrationen in den mobilen organischen Suchergebnisen für Google.de bei 20 Prozent. Jede fünfte URL, die auf der ersten Suchergebniseite platziert ist, basiert also auf dem Open-Source-Framework – und lädt entsprechend rasant.
  • Wenn wir uns die Verbreitung für das Keyword-Set der vorliegenden Medien-Ranking-Faktoren anschauen, steigt der Anteil der AMP-Landingpages auf der ersten Suchergebnisseite bei Google.de auf 25 Prozent. Bei Medien – also Publisher, Plattformen & soziale Netzwerke, Mail-Anbieter und Content-Marketing-Magazinen von Brands – trägt jede vierte URL auf der Google-Ergebnisseite 1 das AMP-Logo – das sind 5 Prozentpunkte mehr als im branchenübergreifenden Vergleich.
  • Für die Publisher wurden in einer separaten Stichproben-Untersuchung die mobilen Ergebnisse der ersten Suchergebnisseite für 50 Keywords zu Trend-Themen bei Google News zwischen Ende Juli und Anfang August 2017 analysiert. Gezählt wurden organische Ergebnisse und News-Integrationen mit und ohne AMP. Als News-Integration zählen hierbei: a) die Schlagzeilen der Universal Search, b) das AMP News-Karussell, c) das AMP Publisher-Karussell. Bei den beiden letztgenanntes wird ein horizontal scrollbares Karussell mit bis zu 10 Themen inklusive Bild und Überschrift implementiert; beim AMP News-Karussell mit verschiedenen Websites; beim AMP Publisher-Karussell als „Schaufenster“ mit AMP-Ergebnissen für nur eine Website.
  • Die nachfolgende Grafik zeigt die verschiedenen AMP-Integrationen in die Google-Suchergebnisse beispielhaft – klickt ins Bild, um die vollständige SERP mit allen Integrationen zu sehen:

AMP-Integrationen in die Google-Ergebnisse – ins Bild klicken, um die vollständie SERP zu sehen!

  • Für Publisher liegt die AMP-Verbreitung in den organischen Ergebnissen auf Seite 1 bei 39 Prozent; inklusive News-Integrationen wie Schlagzeilen oder AMP-Karussell beträgt der Anteil 77 Prozent.

Nachfolgend gibt es die Ergebnisse zur AMP-Integration noch detaillierter:

Benchmark Medien Ranking-Faktoren Publisher (nur organisch) Publisher (mit News-Integrationen)
Anteil AMP-Ergebnisse 20,4% 25,0% 39,0% 76,6%
Anteil KWs mit mind. 1 AMP-Integration SERP 1 22,1% 31,6% 90% 98%
Anzahl AMP-Integrationen pro Keyword auf SERP 1 1,7 2,1 3,3 16,9
Anteil AMP-Integrationen pro Keyword auf SERP 1 20,5% 25,3% 38,6% 66,3%

 

Testimonial-MarkusWalter3-MedienRF-Searchmetrics

 

Fazit: AMP wird mobiler Standard

  1. Während, wie zu erwarten, vor allem für Publisher das AMP-Format inzwischen zum Standard gehört, trägt branchenübergreifend inzwischen jede fünfte URL, die auf der ersten Ergebnisseite bei Google.de platziert ist, ein AMP-Logo. Bei Medien ist es jede vierte URL, für Publisher schnellt der Anteil auf bis zu 77 Prozent hoch, wenn organische Ergebnisse und News-Integrationen einberechnet werden.
  2. Dieser Anteil dürfte in der kommenden Zeit steigen. Zwar ist AMP kein direkter Ranking-Faktor für Google, doch dürfte ein höheres User Engagement mit niedrigeren Bounce Rates durch die kurze Ladezeit sich indirekt auch positiv auf die Rankings auswirken – vor allem, wenn Google den Mobile-First-Index ausrollt.
  3. Das Open-Source-Framework AMP ist nach wie vor in der Entwicklung – und lässt nur wenige Javascript- und CSS-Elemente zu. Je komplexer eine Website, desto anspruchsvoller – und aufwändiger – kann eine AMP-Portierung sein. Entsprechend ist die AMP-Integration auch eine Ressourcenfrage – und eine Frage der Monetarisierung, mit der vor allem Publisher vielerorts nicht zufrieden waren.

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PS: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Jan und ich bin als Content Marketing Manager bei Searchmetrics tätig. Ich verfasse Studien & Whitepaper rund um Search- und Content-Optimierung, blogge hier über neue Produkt-Features, Google Updates und analysiere frische SEO-Daten aus unserer Suite.
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Kommentare (1)

  1. 12. Okt. 2017 14.55 Uhr

    Wir haben unsere Blog-Beiträge ebenfalls auf AMP umgestellt, so dass es von jedem Blogbeitrag zwei Versionen gibt, einmal die „normale“ und einmal die mit dem Zusatz „/amp/“ am Ende der URL.

    Die Auswertung unsere Google Analytics-Daten über die letzten 40 Tage seit Umstellung hat ergeben, dass Google bei ca einem Drittel aller Impressionen der Seiten, von denen es auch eine AMP Version gibt, die AMP Version ausliefert.

    Die durchschnittliche Position der Normalen Seiten liegt bei 34,9, die AMP Seiten bringen es auf eine Durchschnittliche Position von 13,5.

    Es scheint so, als bringt die Umstellung einen erheblichen Rankingvorteil, in unserem Fall 21,4 Positionen im Durchschnitt!

    Datenbasiert auf Basis unseres Samples würde ich sagen, dass sich eine Umstellung lohnt, auch wenn ich zustimme, dass die eingeschränkte Funktionalität (weniger CSS etc.) nicht so praktisch ist.

    LG Aus Köln

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