Online-EM 2016: Das sind die gefragtesten Fußballer im Netz

9. Juni 2016 | Analysen 1 Kommentar

Die Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist DAS Fußballereignis des Jahres. Uns bei Searchmetrics interessiert dabei neben der Performance der Spieler auf dem Platz natürlich auch ihre Performance im Web – im Vergleich untereinander, wie auch zu den Kontrahenten aus anderen europäischen Teams. Wir haben also die Kader von Deutschland, England und Frankreich verglichen, um folgende Fragen zu klären:

Nach welchem Spieler wird am meisten bei Google gesucht? Wessen Webseite hat die höchste Reichweite? Wer ist am beliebtesten in sozialen Netzwerken? Wer wird also Online-Europameister 2016?

Seachmetrics EM2016 Online-Analse

 

Europameisterschaft 2016 findet auch online statt

Vom 10. Juni bis zum Finale am 10. Juli 2016 rollt der Ball in den französischen Stadien. Fakt ist: Neben den klassischen Medien findet ein stetig wachsender Teil der Berichterstattung mittlerweile online statt, und: Fans und Follower suchen nicht nur online aktiv nach neusten Informationen, sondern treten vermehrt auch über soziale Netzwerke direkt mit ihren Stars in Kontakt – und auch die Spieler suchen den Austausch mit Ihren Unterstützern über eigene Internetseiten sowie soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co.

 

Der „Online-Marktwert“ der EM-Spieler im Vergleich

Für unsere Analyse haben wir uns den EM-Kader aus Deutschland, und dazu im Vergleich die Spieler der Mannschaften aus England und Frankreich vorgenommen und dann folgende Informationen gesammelt:

  1. Das Suchvolumen der einzelnen Spielernamen bei Google:
    Wieviel Nutzer suchen pro Monat weltweit bei Google etwa nach „Manuel Neuer“?
  2. SEO Visibility der Spieler-Homepage:
    Wie sichtbar ist die Webseite des jeweiligen Spielers in den Suchergebnissen bei Google?)
  3. Facebook „Gefällt-mir“ Angaben:
    Wieviel Fans hat ein Spieler mit seinem öffentlichen Facebook-Profil?
  4. Twitter-Follower:
    Wieviel Twitter-Nutzer folgen dem jeweiligem Twitter-Account des Spielers?

Details zur konkreten Datenbasis* befinden sich am Ende des Posts.

 

 1. Suchvolumen

Kapitän Schweinsteiger meistgesuchter deutscher Spieler bei Google

Searchmetrics Online-EM2016: Suchvolumen deutscher SpielerSchaut man sich an, wie viele Leute nach den jeweiligen Spielernamen suchen, kristallisiert sich im Deutschen Kader ganz schnell der Kapitän Bastian Schweinsteiger als der mit Abstand gefragteste Akteur heraus. Monatlich googeln weltweit ca. 450.000 Internetnutzer seinen Namen.

Auf Platz zwei und drei folgen Manuel Neuer (368.000) und Mario Gomez (301.000), der damit überraschend weit vorn liegt. Das Schlusslicht bildet Benedikt Höwedes (12.100), der damit sogar noch hinter dem Neuling Jonathan Tah (22.200) liegt, welcher für den verletzten Antonio Rüdiger nachnominiert wurde. Trainer Joachim Löw belegt mit 27.100 Suchanfragen pro Monat übrigens ebenfalls einen der hinteren Plätze.

Manchester United stellt international die gefragtesten Spieler

Neben der DFB-Auswahl wurden auch die Spieler der englischen und französischen Nationalmannschaft analysiert. Im internationalen Vergleich der meistgegoogelten Spieler gewinnt eindeutig der Brite Wayne Rooney, der wie Schweinsteiger bei Manchester United unter Vertrag steht.

Damit stellt Manchester United die Spieler mit den meisten Google-Anfragen. Durchstarter Jamy Vardy, der mit Leicester City aus dem Nichts kam und eine Traumsaison in der Premier League hinlegte und sogar Meister wurde, bringt es ebenfalls auf 450.000 Suchanfragen. In der französischen Equipe bringen es Anthony Martial (ebenfalls Manchester United) und Paul Pogba (Juventus Turin) auf den gleichen Wert.

 

2. SEO Visibility

Mario Gomez hat die drittsichtbarste Webseite in Deutschland

Eine kleine Überraschung ergibt sich bei einem Blick darauf, welche Spieler mit ihren Webseiten am besten bei Google positioniert sind. Nicht gerade bei den Plätzen 1 und 2, die mit Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski belegt sind – aber bei Platz 3. Denn der gehört Mario Gomez.

Searchmetrics Online-EM2016: SEO Visibility der Internetseiten deutscher Spieler

Interessant ist die Beobachtung, dass in Deutschland ein Großteil der untersuchten Spieler (16 von 23) eine eigene Webseite hat. Und diese performen nach SEO-Gesichtspunktenim internationalen Vergleich auch ganz ordentlich.

Wenige Englische und Französische Spieler haben eine Webseite

International ist das anders. Unter den französischen Spielern haben nur 5, unter den englischen sogar lediglich 4 eine eigene Homepage.

Searchmetrics Online-EM2016: Anteile der Spieler mit eigenen Internetseiten

So herrschen auch  klare Verhältnisse beim Vergleich der SEO Visibility. In England hat Wayne Rooney die stärkste Seite – und auch im Vergleich aller Spieler die höchste nationale SEO Visibility. Danach folgt im Prinzip nicht mehr. In Frankreich ist noch weniger los. Blaise Matuidi verfügt über die einzige Domain, die überhaupt eine einigermaßen relevante SEO Visibility aufweist.

 

3./ 4. Soziale Netzwerke

Die beliebtesten Spielerprofile bei Facebook und Twitter

In den sozialen Netzwerken zeigt sich ein etwas anderes Bild als im Vergleich zu Suchanfragen und der eigenen Website-Performance. Im deutschen Kader liegt hier Mesut Özil um Welten vorn, der sich nicht zuletzt auch durch seine Spielzeiten bei Real Madrid und nun bei Arsenal London eine beachtliche Anzahl an Facebook-Fans (über 30 Mio) und Twitter-Followern (über 11 Mio) aufgebaut hat. Auf den Plätzen folgen Mario Götze, Toni Kroos bzw. Manuel Neuer.

Searchmetrics Online-EM2016: Soziale Netzwerkprofile deutscher Spieler

Auch in England gibt es einen klaren Spitzenreiter – und wieder ist es Wayne Rooney. Der Stürmer bringt es in beiden Netzwerken auf sehr hohe Zahlen an Twitter-Followern (>13 Mio) wie Facebook-Fans (> 25 Mio). Auf den Plätzen folgen hier die relativ jungen Durchstarter Daniel Sturridge und Raheem Sterling sowie Haudegen Gary Cahill vom FC Chelsea.

In Frankreich liegen Paul Pogba bzw. Antoine Griezman an der sozialen Spitze, gefolgt von Olivier Giroud – allesamt mit Fan- und Follower-Zahlen weit unter jenen des deutschen Teams. Und auch vom vielgegoogelten Anthony Martial hier keine Spur.

 

Infografik: Alle Hintergrundinformationen auf einen Blick

Das alles haben wir noch einmal übersichtlich in einer Infografik aufbereitet, die gern heruntergeladen und geteilt werden kann:

Searchmetrics Online-EM2016 Infografik - small

 

Fazit: Deutschland ist Online-Europameister 2016!

Während es in England mit Wayne Rooney online über alle Kanäle hinweg lediglich einen Star zu geben scheint, findet die französische Equipe Tricolore im Internet bis auf das Suchinteresse an zwei im Ausland spielenden Jungstars Paul Pogba und Anthony Martial mit eigenen Profilen kaum statt.

Das deutsche Team  dagegen ist über alle Online-Kanäle hinweg mit eigenen Profilen und Internetseiten sehr breit aufgestellt. Bei Google sowohl im Interesse als auch mit der eigenen Webseite ganz klar vorn liegt Kapitän Bastian Schweinsteiger, während Mesut Özil den Social-Media-Thron für sich beanspruchen kann. Auf Basis unserer Analyse nach dem Online-Marktwert der Spieler im Internet kann man also ganz klar sagen: Deutschland ist Online–Europameister 2016.

Jetzt drücken wir die Daumen, dass das deutsche Team diese Überlegenheit im Netz auch auf dem Platz umsetzen kann. Dann steht dem Europameistertitel im Fußball nichts mehr entgegen. Auf jeden Fall aber wünschen wir allen – Spielern wie Fans – eine spannende und zugleich friedliche EM 2016 in Frankreich.

 

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*Datenbasis:
Alle Daten wurden zum selben Zeitraum Anfang Juni 2016 aggregiert. Die Angaben zum weltweiten Suchvolumen pro Monat stammen von Google (Keyword Planner), unterliegen generell einer gewissen saisonalen Valenz und stellen deshalb eine Momentaufnahme dar. Die Daten zu Facebook und Twitter wurden aus den jeweiligen Netzwerken gewonnen.
Die Daten zur SEO Visibility stammen aus der Searchmetrics Suite. Zur Erklärung: Die SEO Visibility stellt die Sichtbarkeit einer gesamten Internetseite in den Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google anhand eines universellen Index dar. Sie ist eine von Searchmetrics entwickelte Kennzahl, die sich u.a. aus den Positionen der Webseite für einzelne Suchbegriffe sowie deren monatliche Suchanfragen zusammensetzt und damit die Online-Performance von Webseiten messbar und vergleichbar macht. Als Basis für die SEO Visibility der Spieler aus Frankreich und England wurde der jeweilige Google-Index des entsprechenden Landes herangezogen (Für die deutschen Seiten Google.de, für die französischen Seiten Google.fr und für englische Seiten Google.co.uk).

 

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Hi! Ich bin Daniel, Head of Content Marketing hier bei Searchmetrics. Als Bindeglied zwischen Data Science, SEO, Grafik und Marketing bin ich verantwortlich für die Konzeption, strategische Ausrichtung und Erstellung unserer Inhalte wie Analysen, PR, Studien, Whitepaper und Social Media etc.
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Kommentare (1)

  1. 15. Jun. 2016 21.25 Uhr

    Interessant, interessant! 🙂
    Dann hat ja Deutschland schon einen Titel auf sicher und der nächste wird wohl bald folgen! 😀

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