Entwicklungen in den Top 3 der deutschen Google News

Die sueddeutsche.de befindet sich seit dem 02.09. im freien Fall. Von durchschnittlich 300 indizierten Artikeln täglich sind gestern gerade noch 10 gemessen worden.

 

Und die werden von Google warnend mit „(Abonnement)“ gekennzeichnet. Klickt man drauf, erscheint allerdings aktuell ein ganz normaler Artikel.

 

Google News Darstellung der sueddeutschen.de seit dem 02.09.2009

Google News Darstellung der sueddeutschen.de seit dem 02.09.2009

 

Die Hintergründe für diese Entwicklung scheinen in der Praxis der Süddeutschen zu liegen, sich bestimmte Artikel aus der Print-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom Leser bezahlen zu lassen. Das wird anscheinend von Google auf’s härteste bestraft, da sueddeutsche.de nun komplett als Abonnement-Service gekennzeichnet und im Ranking benachteiligt wird, obwohl der größte Teil des Angebots nach wie vor kostenlos erhältlich ist.

Die Hintergründe für diese Entwicklung scheinen in der neuen Strategie der sueddeutschen.de zu liegen, sich einige Artikel von Leser auch bezahlen zu lassen. Das wird von Google – wenn es da einen Zusammenhang gibt – aufs härteste bestraft:

 

Anzahl der Schlagzeilen der sueddeutschen.de

Anzahl der Schlagzeilen der sueddeutschen.de

 

Sueddeutsche.de wurde vermutlich aus den „Trusted Sites“ entfernt, obwohl sich inhaltlich an den Artikeln und der Qualität nichts verändert hat. Auf dem Angebot sind seit heute zwar offenbar keine bezahlpflichtigen Artikel mehr zu finden, dennoch bleibt das Stigma „Abonnement“ an sueddeutsche.de haften. Ob es sich bei der Publikation der Paid Content-Inhalte um eine strategische Maßnahme der SZ-Redaktion oder einen technischen Test gehandelt hat, kann nur vermutet werden. Es profitieren der Spiegel und die Springer-Presse. Die Bildzeitung rutscht vor auf Platz 3, Spiegel auf Platz 4.

Alexandra Quiring

 

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